Winterfellwechsel beim Pferd

Winterfellwechsel beim Pferd
Foto: Genevieve Perron-Migneron on Unsplash

Der 21. Dezember läutet jedes Jahr die Sonnenwende und damit den Winterfellwechsel ein. Mit zunehmendem Tageslicht stellen sich die Tiere hormonell auf den neuen Stoffwechsel um. Zuständig hierfür ist primär die Zirbeldrüse im Gehirn. Diese Hormondrüse produziert das Hormon Melatonin, das u. a. den Biorhythmus, die Fortpflanzung und auch den Fellwechsel steuert.

Doch der Fellwechsel beginnt nicht erst mit dem Abwurf des Winterfells, sondern bereits viele Wochen vorher, ganz im Stillen.

Was beeinflusst den Fellwechsel?

Die Produktion von neuem Sommerhaar und auch der Abwurf des Winterfells ist von Pferd zu Pferd unterschiedlich. Das eine fängt früher, das andere später an, es kann wenige Wochen oder sogar mehrere Monate dauern. Dabei spielen bestimmte Wetter- und Temperaturbedingungen eine entscheidende Rolle.

Weiter hat die gesundheitliche Konstitution einen wichtigen Einfluss. Ist das Pferd gut vorbereitet, kann es den Fellwechsel schnell und ohne Probleme erledigen. Dabei ist der Wechsel vom Winter- zum Sommerkleid um einiges kräftezehrender als der Fellwechsel im Sommer. Der Organismus geht an seine zuvor angelegten Reserven und erbringt Höchstleistungen, ein haariger Kraftakt der viel Energie und Nährstoffe kostet.

Da zahlt sich ein gesunder Darm samt starken Immunsystem und eine gute Versorgung mit Mineralien und Vitaminen aus. Wichtig sind neben Zink, Kupfer und Mangan, Magnesium, Schwefel und Silizium. Hinzu kommen Vitamin E und die B-Vitamine Folsäure und Biotin. Sie alle gewährleisten eine reibungslose Zellteilung, die für die Neubildung der Haare und eine gute Durchblutung der darunterliegenden Haut notwendig sind.

Ihr Pferd hat Fellwechselprobleme?

Nicht bei allen Pferden funktioniert der Fellwechsel reibungslos. Schwierigkeiten zeigen sich bei denjenigen mit Allergien oder Stoffwechselkrankheiten. Unter Fellwechselstörungen leiden vor allem Pferde mit Sommerekzem, Atemwegserkrankungen (z. B. COPD), Equinem Metabolischen Syndrom (EMS), Equinem Cushing Syndrom (ECS) und Hufrehe. Aber auch Patienten mit Kotwasser, Durchfall, Mauke und Hautpilz leiden oft das ganze Jahr unter Fellstörungen und haben einen verzögerten Fellwechsel.

Alte Pferde haben es besonders schwer. Es droht Gewichtsverlust, die Haarproduktion kostet viel Energie, was an den Kräften zehrt. In dieser Zeit ist das Immunsystem der Senioren geschwächt und besonders anfällig für Krankheiten.

Nach dem Fellwechsel ist vor dem Fellwechsel. Ihr Pferd hat einen Vorteil, wenn Sie es frühzeitig auf die anstrengende Situation vorbereiten, idealerweise vor der Belastungszeit. Das schafft beste Chancen, dass es den Fellwechsel ohne Probleme zu meistert.

Fellwechselpflege von außen

Achten Sie in Zeiten des Fellwechsels ganz besonders auf äußerliche Auffälligkeiten, die sich im Fell und auf der Haut zeigen. Dabei kontrollieren Sie täglich auf kleine Hautveränderungen und -verletzungen und putzen das Fell, um grobe Verschmutzungen und vor allem die lästigen Winterhaare zu entfernen.

Bitte nicht übertrieben Putzen oder Waschen, denn das natürliche Gleichgewicht des Hautsäureschutzmantels und die fettige Talgschicht im Fell soll erhalten bleiben. So ist Ihr Pferd gut gegen äußere Einflüsse geschützt und unerwünschte Keime bzw. Pilze haben es schwer sich auf der Haut breit zu machen.

Fellwechselpflege von Innen

Die Fütterung und Versorgung mit wichtigen Nährstoffen hat einen elementaren Einfluss auf alle Körperstoffwechsel und den Fellwechsel Ihres Pferdes. Dabei sollten Sie nicht nur während der Fellwechselzeit auf die richtige Pflege von Innen achten:

  • Fütterung von qualitativ einwandfreiem Heu in ausreichender Menge, mindestens 1,5 Kilogramm pro 100 kg Körpergewicht
  • Reduzierung von zuckerhaltigen bzw. kohlehydratreichen Futtermitteln auf das notwendige Maß, wie Kraftfutter (Müsli, Getreide), Karotten, Äpfel, usw.
  • Ergänzung mit einem hochwertigen und der Fütterung angepassten Mineralfutter
  • Entlastung des Leber- und Nierenstoffwechsel mit Heilkräutern, z. B. mit Mariendistel, Brennnessel, Löwenzahn und Goldrute
  • Zugabe von Leinsamen oder Bierhefe
  • Fütterung von Effektiven Mikroorganismen (EM)

Fellmineralien-Analyse – jetzt ist die beste Zeit

Fellhaare speichern längerfristig Informationen, da in den Hornfäden zwischen den Aminosäuren (Hauptbestandteil des Fells) Mineralstoffe, Spurenelemente, Toxine und Schwermetalle eingebunden werden.

Die Fellmineralien-Analyse bietet eine exakte Aussage über Ungleichgewichte und Erhöhungen oder Mängel lebenswichtiger Stoffe. Sie ist aussagekräftig wie ein Fingerabdruck. Der Test zeigt auf, ob bei Ihrem Pferd Mineralstoffmängel bzw.  -unterversorgungen vorliegen oder ob Belastungen durch Toxine bzw. Schwermetalle bestehen. Die Auswertung ist Basis für eine mögliche Futteroptimierung und notwendige Nährstoffergänzung Ihres Pferdes.

Selbstverständlich gibt es die Fellmineralien-Analyse nicht nur für Ihr Pferd. Auch die Haare Ihres Hundes oder Katze können genauer untersucht werden. Hier gleich bestellen: Fellmineralien-Analyse.

Sie brauchen Unterstützung?

Buchen Sie gleich online Ihren kostenfreien Info-Telefontermin im Online-Terminkalender.