Arthrose – wenn Bewegung schwer fällt

Arthrose - wenn Bewegung schwer fällt

Arthrose ist eine schmerzhafte und chronische Gelenkveränderung. Baut sich das Knorpelgewebe zunehmend ab, kommt es zu knöchernen Zubildungen am Gelenkrand. Folge können schwere Entzündungen mit weiteren Knochenzubildungen und Veränderungen an der Gelenkkapsel sein.

Wodurch entsteht Arthrose beim Pferd?

Arthrose kann vielfältige Ursachen haben. Ein Unfall, falsche Fütterung oder zu starke Belastung ohne ausreichendes Training führen häufig zu Knorpeldefekten. Auch Übergewicht oder Fehlstellungen können ausschlaggebend sein. In den meisten Fällen halten die gesunden Gelenke der schlechten Belastung jahrelang stand, bevor sie schließlich Veränderungen zeigen.

Auch mit zunehmendem Alter kann ein Pferd ohne besondere Vorkommnisse erkranken. Im Alter kann der Körper aus der Nahrung nicht mehr die notwendigen Nährstoffe für den Gelenkstoffwechsel aufnehmen.

Tritt Arthrose nur bei alten Pferden auf?

Ganz klar: nein. Pferde jeden Alters sind inzwischen betroffen. Gerade durch die zunehmend sportliche Nutzung leiden viele Pferde an Arthrose. Zu frühe und zu starke Belastung in jungen Jahren kann bereits die Entwicklung fördern.

Ist Arthrose heilbar?

Arthrose ist nicht heilbar. Doch mit entsprechenden Maßnahmen kann der Verlauf verlangsamt und der Gelenksverschleiß gestoppt werden. Pferde erfahren dadurch eine Verbesserung ihrer Lebensqualität und können bis ins hohe Alter ein normales Leben führen.

Wie ist Arthrose zu erkennen?

Häufiges Anzeichen ist ein klammer und steifer Gang. Mit zunehmender Bewegung kann sich das Gangbild bessern, das Pferd läuft sich ein. Die Steifheit verschlimmert sich oft bei kalt-nassem oder auch warmen und trockenen Wetter. Weiter können die Gelenke verdicken und die Muskulatur baut sich ab. Wiederkehrende Lahmheiten sind typisch.

Was kann die Beschwerden mildern?

Umschläge mit Quark oder Heilerde um die betroffenen Gelenke sind wohltuend. Sie kühlen und wirken entzündungshemmend. Regelmäßige und der Situation angepasste Bewegung sorgt für die wichtige Bildung von Gelenkschmiere.

In der akuten Phase zeigen Therapien mit Blutegeln oder eine Akupunktur– bzw. Magnetfeldbehandlung gute Erfolge. Nach der Tierarzt-Diagnose können fachkundigen Therapeuten mit einer entsprechenden Therapie unterstützen. Gern nenne ich ihnen Adressen in ihrer Nähe.

Worauf sollte bei der Fütterung geachtet werden?

Bei Arthrose-Pferden ist auf ein Zuviel an Eiweiß, Stärke und Kohlenhydraten zu verzichten. Kraftfutter besitzt oft ein ungünstiges Calcium-Phosphor-Verhältnis, was zu einer Demineralisierung der Knochen führen kann. Zu vermeiden sind Futtermittel, die ein heranwachsendes Pferd viel zu schnell zu schwer und groß werden lassen.

Ideal ist ein hochwertiges Mineralfutter mit einer optimalen Vitamin- und Mineralstoffversorgung. Es versorgt die Gelenke des Pferdes mit wichtigen Nährstoffen für den Gelenkstoffwechsel.

Welche Kräuter oder Nahrungsergänzungen können helfen?

Zur Durchblutungsförderung, Schmerzlinderung und Entzündungshemmung eignen sich Ginkgo, Brennnessel, Birke, Hagebutten, Teufelskralle und Ingwer. Grünlippmuschel versorgt die Gelenke zudem mit wichtigen Nährstoffen und kann die Entzündungskette unterbrechen. Es unterstützt die Regeneration des Knorpelgewebes und die Produktion von Gelenkflüssigkeit.

Informieren sie sich in der „kleinen Kräuterkunde“ auf Facebook. Dort werden die kleinen, natürlichen Helfer zur Gesundheitsprophylaxe und -behandlung vorgestellt.

Zusätzlich können effektiven Mikroorganismen die Darmflora unterstützen. Zugeführte Nährstoffe werden so optimal für die Gelenke aufgeschlossen und bereitgestellt.

Ich empfehle das Zufüttern von EMIKO® HorseCare Ergänzungsfuttermittel flüssig oder Bokashi bzw. GladiatorPLUS.