Muskelaufbau, so geht‘s

Muskelaufbau, so geht‘s
Foto: Freepics4you auf Pixabay

Die Muskulatur ist eines der wichtigsten Bausteine des Körpers. Ohne sie geht nichts, kein Laufen, keine Nahrungsaufnahme, keine Verdauung. Muskeln halten den Körper am Laufen und geben ihm zugleich Halt.

Nur ein reibungsloses Funktionieren der Muskeln ermöglicht uns Pferde zu Reiten, mit ihnen Kutsche zu fahren oder sie an der Hand zu arbeiten.

Vorbereitung ist alles

Die Versuchung im Frühjahr ist groß, gleich durchzustarten und das bessere Wetter für einen längeren Ausritt oder das Turnier am Wochenende zu nutzen. Doch nach den langen kalten Monaten und dem reduzierten Training braucht die Muskulatur entsprechende Vorbereitung, um keinen Schaden zu nehmen.

Gleiches gilt auch nach einer Verletzungspause, bei der das Pferd einen Großteil seiner Muskulatur und Kondition verloren hat. Wer Gelegenheit hatte, während der Pause sein zuvor gut trainiertes Pferd leicht zu bewegen, der kann auf eine gewisse Grundkondition zurückgreifen. Das lässt das erneute Antrainieren etwas leichter und kürzer ausfallen.

ohne Bewegung keine Muckis

Ohne Muskulatur gibt es keine Bewegung und ohne Bewegung keine Muskulatur. Beides ist eng miteinander verbunden und zwingend voneinander abhängig. Muskeln benötigen Training, um ausdauernd und kraftvoll zu sein.

Allerdings können bei Überlastung und falschem Training schnell winzige Verletzungen (Mikroläsionen) in den Muskelfasern entstehen, der Muskelkater. Um Muskelkater vorzubeugen, ist Aufwärmen wichtig. Ein langsamer und gezielter Muskelaufbau über mehrere Wochen im Rahmen eines Trainingsplans mindert das Risiko zu schnell ermüdender Muskulatur und möglichen Verletzungen.

Täglicher mehrstündiger Auslauf bei jedem Wetter und die wichtigen Ruhephasen zwischen dem Training sind wichtig. Sie ermöglichen der Muskulatur sich zu regenerieren und zu stabilisieren, um den nächsten Anforderungen gewachsen zu sein. Nur nach dem Trainingsreiz und der anschließenden Ruhephase wird das Leistungsniveau etwas höher sein als zuvor.

Füttern von Muckis

Neben einem angepassten Training ist eine ausgewogene und leistungsgerechte Fütterung notwendig. Denn jedes Futter zum Muskelaufbau taugt nur so viel, wie das Training zum Aufbau der Muskulatur selbst. Kein Futter kann Fehler im Training, Futter- oder Haltungsmanagement kompensieren. Die Entwicklung einer stabilen Muskulatur können sie gezielt über die Fütterung steuern.

Grundversorgung mit Heu
Stellen sie die Grundversorgung mit qualitätsvollem Heu in ausreichender Menge sicher. Stimmen Heumenge und -qualität nicht, kann der Muskelstoffwechsel nur unzureichend funktionieren und es entstehen Magen- und Darmprobleme. In der Folge mangelt es an Losgelassenheit, ohne die keine Leistung und kein Muskulaturaufbau möglich ist.

hochwertiges Mineralfutter & Aminosäuren
Ergänzen sie die Ration mit einem hochwertigen Mineralfutter, einschließlich essentieller Aminosäuren wie Lysin, Methionin, Threonin und Tryptophan. Aminosäuren sind wichtig für den Muskelaufbau und den Erhalt. Werden zu wenig davon zur Verfügung gestellt, baut der Körper zwangsweise Muskulatur ab.

Kraftfutter als Energiequelle
Bei hoher Leistung bedarf es einer zusätzlichen Energiequelle während des Trainings. Als Kraftfutter ist besonders Hafer geeignet. Er ist von allen Getreiden das am besten verträgliche und kann schnell verfügbare Energie bereit stellen. Erhält der Organismus nicht genügend Energie für die Belastungen, schont er Ressourcen und baut Muskeln ab, da die Muskelmasse viel Energie verbraucht.

hochwertiges Öl für Muskelaufbau
Ergänzen sie bei Bedarf ein hochwertiges Öl. Während der Zeit des Trainings- bzw. Muskelaufbaus hat sich Reiskeimöl bewährt, es ist besonders reich an ungesättigten Fettsäuren, natürlichem Vitamin E und Gamma-Oryzanol. Gamma-Orizanol wird nachgesagt, dass es muskelaufbauend (anabol) wirkt und die Leistung steigert.

EM mit zellschützenden Antioxidantien
Bei sportlicher Leistung während des Trainings bzw. der Turniersaison können Effektive Mikroorganismen (EM) Nährstoffmängeln und Verdauungsstörungen entgegenwirken. Sie ergänzen optimal den Bedarf an hochwertigen Nährstoffen und zellschützenden Antioxidantien.

Muskelaufbau alter und stoffwechsellabiler Pferde

Hakt es an einer Stelle, sei es, ihr Pferd ist alt oder kann sich nur noch eingeschränkt bewegen, dann wird es etwas schwieriger. Gleichfalls bei Pferden mit Hufrehe, Equines Cushing Syndrom (ECS) oder Equines Metabolisches Syndrom (EMS) ist der Erhalt und Aufbau von Muskulatur problematisch. Doch auch hier spielt neben einem sinnvollen und angepassten Training die Zufütterung eine große Rolle.

Eine Grundversorgung mit ausreichend Heu bester Qualität ist unerlässlich. Für stoffwechsellabile ist spätgeschnittenes Heu (1. Schnitt) geeignet. Alte Pferde benötigen hingegen eher Heu mit frühen Schnittzeitpunkt. Ergänzt wird dies mit einem auf die Futterration ausgerichteten Mineralfutter. Essenzielle Aminosäuren sind gleichfalls wichtig, um den Eiweißmangel auszugleichen und dem Muskelabbau entgegenzuwirken.

holen sie sich Unterstützung

Will ihr Pferd trotz der vorgenannten Aspekte keine Muskulatur aufbauen oder hat es Probleme im Bewegungsablauf, holen sie sich fachliche Unterstützung.

Sie können ihr Pferd mit Dehnungen, Magnetfeld- und Laser-Frequenz-Therapie, Faszientherapie / Bindegewebsmassage nach Szperling, Akupunktur, Phytotherapie und richtiger Ernährung effektiv unterstützen. Gleichfalls ergänzen bestimmte Trainingsmethoden und spezielle Bewegungsübungen wirkungsvoll die Gymnastizierung und den Muskelaufbau ihres Pferdes.

Informieren sie sich und nutzen sie die Möglichkeit eines ersten kostenfreien Telefongesprächs.