Mariendistel – das Leberkraut

Mariendistel - das Leberkraut
Foto: Igor Tudoran on Unsplash

Wissen Sie, dass die Mariendistel die Leber Ihres Tieres schützen kann?

Wenn Ihr Pferd, Hund oder Katze Giftstoffe aufgenommen hat, es an einer Stoffwechselkrankheit leidet oder seine Leber krank ist, können die wertvollen Wirkstoffe der Mariendistel (Silybum marianum) helfen, dass sich der Organismus und die Leber wieder erholen kann.

Wenn die Leber krank ist

Die Leber wird täglich mit zahlreichen Giftstoffen konfrontiert. Sei es mit falschem oder verunreinigtem Futter, Schwermetallen, Schimmelpilzen, Pestiziden, Pilz- oder Pflanzengiften, wie das Jakobskreuzkraut oder die Herbstzeitlose. Aber auch Medikamente, wie Antibiotika oder die Wurmkur haben einen direkten Einfluss auf die Entgiftungsleistung der Leber.

Ist die Leber gesund, erfüllt sie ihre Funktion auch ohne Unterstützung von außen. Doch im Alter und bei Krankheiten lässt sie als nährendes Organ in seiner Funktion nach und braucht Unterstützung.

Auffällige Fellhaare oder schlechte Hufe bzw. Krallen sind erste Anzeichen, dass die Leber nicht mehr richtig arbeitet. Ältere und übergewichtige Tiere zeigen oft deutliche Anzeichen einer Leberschwäche, gleichfalls stoffwechsellabile Patienten die an Atemwegserkrankungen, Hufrehe, Ekzem, Mauke, Kotwasser, Durchfall oder Cushing leiden. Sie alle profitieren von der Entgiftungsleistung der Mariendistel.

Wirkstoffkomplex Silymarin

Die Früchte der Mariendistel (Samen) enthalten wichtige Inhaltsstoffe, u. a.  ätherische Öle, Schleimstoffe, Eiweiß, Bitterstoffe, Histamin und vor allem den Wirkstoffkomplex Silymarin.

Das Silymarin gehört zur Gruppe der Flavonoide, den sekundären Pflanzenstoffen. Es regt die Leberzellen an und hilft der kranken Leber, ihre Zellen zu regenerieren und neue Zellen zu bilden. Silymarin kann die Leberzellen sogar so weit verändern, dass viele Gifte nicht mehr eindringen oder falls das schon passiert ist, neutralisiert werden.

Und sie kann noch mehr

Die Mariendistel ist das Leberkraut schlechthin. Sie

  • schützt und stärkt die Leber
  • regeneriert die Leberzellen
  • regt die Leberaktivität an
  • wirkt entgiftend, ausleitend und neutralisiert Lebergifte.

Aber nicht nur das. Sie hat noch etliche positive Eigenschaften, die man sich zu Nutze machen kann. Sie

  • stärkt Milz und Galle
  • unterstützt die Verdauung, besonders die Fettverdauung
  • wirkt antioxidativ bzw. schützt den Körper vor Schädigung durch freie Radikale
  • kann virale und bakterielle Erkrankungen wirkungsvoll unterstützen
  • wirkt Pilzerkrankungen entgegen, z. B. bei Candida albicans
  • regt den Stoffwechsel und die Entwässerung an
  • tonisiert, vitalisiert und kurbelt den gesamten Stoffwechsel an
  • fördert eine vitale Haut, glänzendes Fell und ein gesundes Huf- und Krallenwachstum, vor allem im Fellwechsel
  • wirkt positiv auf das Herz-Kreislaufsystem
  • kann Muskelabbau, Untergewicht und Appetitlosigkeit entgegenwirken
  • stabilisiert das Hormonsystem
  • und fördert den Milchfluss

Die Fütterung

Die Mariendistel ist zwar in der freien Natur zu finden, sollte aber stehen gelassen werden, da sie unter Naturschutz steht. Zu kaufen gibt es sie als ganzen Samen, gemahlen, als Kraut und Öl. Die Samen sind vor der Verfütterung zu schroten. Dadurch können sich die Wirkstoffe am besten entfalten. Eignen tut sich auch eine Zubereitung als Tee.

Die Fruchtschalen haben einen eher bitteren, die Samen einen öligen Geschmack. Pferde fressen sie gern, aber auch für Hunde und Katzen sind die Mariendistelsamen das beste Futter zur Leberstärkung. Und sogar Katzen vertragen und lieben sie. Der enthaltene Fettanteil ist für unsere liebsten Fleischfresser einfach ideal.

Weitere ausleitende Heilkräuter können als begleitende naturheilkundliche Therapie zusätzlich und wirkungsvoll unterstützen. Um die Wirksamkeit zu erhöhen, hilft die Kombination mit anderen Heilkräutern, wie Artischocke oder Löwenzahn.

Legen Sie nicht einfach los

Eine Heilkräutergabe als Ausleitung (Entgiftung) kann unerwünschte Wirkungen haben und gefährlich für Ihr Tier sein. Die Phytotherapie und vor allem eine Ausleitungskur gehört immer in die Hände eines erfahrenen Therapeuten. Liegen Leber- oder andere Organkrankheiten vor, kann nur der fachkundige Therapeut mögliche Mehrbelastungen für Ihr Tier abzuschätzen und diesen entgegen zu wirken.

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