Mariendistel – das Leberkraut

Mariendistel - das Leberkraut

Wussten sie, dass Mariendistel die Leber ihres Tieres schützen kann?

Wenn ihr Pferd, Hund oder Katze übers Futter Giftstoffe aufgenommen hat, die Leber krank ist oder ihr Tier an einer Stoffwechselkrankheit leidet, können die wertvollen Wirkstoffe der Mariendistel helfen, dass sich die Organe & der Organismus wieder erholen.

Mariendistel – das Leberkraut

Die Mariendistel (Silybum marianum) ist das Leberkraut schlechthin. Sie

  • schützt die Leber
  • regeneriert die Leberzellen
  • regt die Leberaktivität an
  • wirkt entgiftend, ausleitend bzw. neutralisiert Lebergifte.

Doch nicht nur das. Sie hat noch viele weitere Vorteile, die man sich zu Nutze machen kann. Sie

  • steigert die Speichel- und Magensaftsekretion
  • fördert den Gallenfluss
  • unterstützt die Verdauung (Fettverdauung, leicht abführend)
  • entkrampft das vegetative Nervensystem
  • schützt den Körper vor Schädigung durch freie Radikale (wirkt antioxidativ)
  • hemmt Entzündungen
  • wirkt Pilzerkrankungen entgegen (z. B. bei Candida albicans)
  • regt den Stoffwechsel und die Entwässerung an (harntreibend)
  • tonisiert und vitalisiert

Wirkstoffkomplex Silymarin

Die Früchte der Mariendistel (Samen) enthalten wichtige Inhaltsstoffe, wie den Wirkstoffkomplex Silymarin, Bitterstoffe, Harze und etwas ätherisches Öl. Der Stoff Silymarin gehört zur Gruppe der Flavonoide, den sekundären Pflanzenstoffen. Er regt die Leberzellen an und hilft der kranken Leber, ihre Zellen zu regenerieren und neue Zellen zu bilden. Weiter wird die Produktion von Gallenflüssigkeit angeregt, die Sekretion von Speichel und Magensaft gesteigert und der gesamte Stoffwechsel angekurbelt.

Einsatzgebiete der Mariendistel

Ist die Leber gesund, erfüllt sie ihre Funktion auch ohne Unterstützung von außen. Doch im Alter bzw. bei Krankheiten lässt vornehmlich die Leber als nährendes Organ in seiner Funktion nach und braucht Unterstützung. Liegt dann eine Leberfunktionsstörung vor oder arbeitet der Leberstoffwechsel nicht optimal, kommt die Mariendistel ins Spiel.

Arbeitet die Leber nicht mehr richtig, können erste Anzeichen ein auffälliges Haarkleid sein oder die Hufe eine schlechte Qualität haben. Ältere und übergewichtige Tiere zeigen oft deutliche Anzeichen einer Leberschwäche. Dazu gehören auch stoffwechsellabile Patienten die an Atemwegserkrankungen, Hufrehe, Sommerekzem, Mauke, Ekzem, Kotwasser, Durchfall oder Cushing leiden. Sie alle profitieren besonders von der Entgiftungsleistung der Mariendistel. Günstig beeinflusst werden auch Herz- und Kreislaufprobleme, virale oder bakterielle Erkrankungen und Verdauungsbeschwerden. Bei Stuten kann die Mariendistel das Hormonsystem stabilisieren.

Schutz vor Lebergiften

Die Leber wird täglich mit zahlreichen Giftstoffen konfrontiert und reagiert häufig mit Überlastung. Sei es bei einer Vergiftung mit verunreinigten oder falschen, unangepassten Futtermitteln, Schimmelpilzen, Pestiziden, Pilzgifte aus Endophyten und Pflanzengiften (Jakobskreuzkraut, Herbstzeitlose). Die Gabe von Medikamenten, wie Antibiotika oder einer Wurmkur haben gleichfalls direkten Einfluss.

Liegt eine derartige Toxinbelastung vor, ist die Mariendistel das erste Kraut der Wahl. Der Wirkstoff Silymarin verändert die Zellmembran der Leberzellen, so das Lebergifte nicht ins Zellinnere eindringen können. Damit alle Giftstoffe aus dem Organismus gelangen, sind zusätzlich die Nieren stark belastet. In solchen Fällen können ausleitende Heilkräuter als begleitende naturheilkundliche Therapie wirkungsvoll unterstützen.

Fütterung

Die Mariendistel ist zwar in der freien Natur zu finden, sollte dort aber stehen gelassen werden, da sie unter Naturschutz steht. Zu kaufen gibt es sie als ganzen Samen oder in gemahlener Form mit dem Futter. Samen sollten direkt vor der Verfütterung geschrotet werden. Dadurch können sich die Wirkstoffe am besten entfalten. Eignen tut sich auch eine Zubereitung als Tee.

Die Fruchtschalen haben einen eher bitteren, die Samen einen öligen Geschmack. Pferde fressen sie gern, aber auch Hunden und Katzen können sie es über das Futter erhalten. Um die Wirksamkeit zu erhöhen, hilft die Kombination mit anderen Heilkräutern, wie die Fütterung von Artischocke oder Löwenzahn.

legen sie nicht einfach los

Eine unkontrollierte Heilkräutergabe oder Ausleitung (Entgiftung) kann unerwünschte Nebenwirkungen haben und gefährlich für ihr Tier sein. Grundsätzlich gehört die Phytotherapie und eine Ausleitungskur in die Hände eines erfahrenen Therapeuten. Liegen Leberschäden oder andere Organschädigungen bzw. -krankheiten vor, ist nur er in der Lage mögliche organische Mehrbelastungen abzuschätzen und diesen entgegen zu wirken. Gern stehe ich ihnen hier beratend zur Seite.

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