Kotwasser – was tun?

Kotwasser - was tun?

Jedes Jahr leiden viele Pferde an Kotwasser, Tendenz steigend. Aber was ist Kotwasser und warum entsteht es?

Kotwasser hält sich an keine Jahreszeit. Es gibt Pferde die nur im Herbst und in den Wintermonaten leiden, eine große Anzahl hat auch im Sommer oder sogar ganzjährig damit zu kämpfen. Dabei setzt das Pferd normalen Kot ab, doch davor und danach läuft immer wieder braunes Kotwasser ab. Die äußerlichen Folgen sind Hautreizungen und Verklebungen im Fell und Schweif, das Pferd fühlt sich unwohl.

Die Ursachen sind vielfältig und greifen häufig ineinander, das macht es oft schwer sie zu bestimmen. Falsche Fütterung, wie etwa verdorbenes Futter, ein Zuviel an Kohlenhydraten (Stärke, Zucker) oder eine Futterumstellung können ursächlich sein. Allergische Reaktionen, Zahnprobleme und psychische Belastungen durch anhaltenden Stress sind weitere Faktoren. Unter diesen Umständen entsteht eine Störung in vielen Stoffwechselvorgängen. Letztendlich ist der Darm mit dem Zustand überfordert, er kann seine Aufgabe nicht mehr vollständig erledigen und verdaut die zugeführte Nahrung unzureichend.

Ihr Pferd hat Kotwasser und sie möchten etwas dagegen tun?

Eine kritische Betrachtung der Umstände gibt ihnen in vielen Fällen bereits Hinweise, wo die Probleme liegen. Oft können sie selbst Dinge ändern und ihrem Pferd direkt helfen, um die Situation zu entspannen. Jedoch ist die Suche nach der Ursache manchmal schwierig, braucht etwas Zeit und ist aufwändig.

checken sie das Futter

Ein Futtercheck kann erste Indizien aufzeigen. Schauen sie genau hin – was wird in welcher Menge gefüttert, wie sieht es mit der Qualität aus und kann ihr Pferd sein Futter ordentlich kauen und verdauen. Ungünstige und unzureichend gekaute Futtermittel belasten nicht nur den Darm, sondern den gesamten Körperstoffwechsel, voran die Entgiftungsorgane Leber und Niere.

prüfen sie das Umfeld und die Haltung

Hat ihr Pferd keine Ruhe beim Fressen, ist es gestresst oder fühlt es sich in gewissen Situationen unwohl? Darm und Gehirn sind direkt miteinander verbunden, die sogenannte Darm-Hirn-Achse. Dauerstress verursacht die Ausschüttung bestimmter Botenstoffe, die die Verdauung ihres Pferdes ungünstig beeinflussen und zu Kotwasser führt.

achten sie verstärkt auf die Haut- und Fellpflege

Kotwasser reizt die Haut, sie ist oft rot und entzündet, das Fell ist verklebt. Regelmäßiges Säubern mit pH-hautneutralen Mitteln ist wichtig, damit sich die Verkrustungen lösen. Auch auf die anschließende Pflege der betroffenen Stellen sollten sie achten, damit sich die Haut wieder regenerieren kann.

Bis das Kotwasser im Griff ist, sind unter Umständen viele „Waschgänge“ nötig. Im Sommer eine weniger aufwändige Aufgabe, doch bei kalten Temperaturen ist die Reinigung von Fell und Haut unangenehm und mühsam.

vermeiden sie synthetischen Stoffe

Vermeiden sie synthetische Stoffe in Pflege- und Reinigungsprodukten. Sie können das sensible Gleichgewicht des Säureschutzmantels der Haut empfindlich stören, was sich auch auf die darunterliegenden Hautschichten negativ auswirkt.

Silikonhaltige Produkte sind nicht biologisch abbaubar, reichern sich im Fell und auf der Haut an, legen sich um das einzelne Haar und verschließen die Hautporen. Bei regelmäßiger Anwendung kann es zu Hautrötungen, Juckreiz und Schuppenbildung kommen. Auch stehen sie in Verdacht Allergien auszulösen.

Tipps, die ihnen die Pflege und Reinigung erleichtert

  • Sprühen sie vor dem Waschen den verschmutzten Bereich am Po und den Beinen großzügig mit einer Wasser-EMIKO® HorseCare Fellkur-Lösung (Verhältnis 20:1) ein und lassen sie sie ca. 10 Minuten einwirken. Nehmen sie lauwarmes Wasser, das aktiviert die Mikroorgansimen und sie beginnen die Verkrustungen zu lösen.
  • Waschen sie den Bereich mit der pH-hautneutralen EMIKO® Care Seife. Spülen sie anschließend die Haut und das Fell gründlich mit lauwarmen Wasser aus und sprühen erneut die Wasser-Fellkur-Lösung auf alle betroffenen Bereiche.
  • Reiben sie mit einem Handtuch das Fell und die Haut gründlich trocken. Das verteilt die Mikroorganismen gründlich, regt die Durchblutung an und unterstützt die Regeneration der Haut.
  • Offene Hautstellen können sie mit der EMIKO® HorseCare Spezial Pflegecreme eincremen.

Sie kommen nicht weiter und brauchen Hilfe?

Huf und Pfote hilft bei der Ursachenforschung und Behandlung. Wir durchforsten gemeinsam die Umstände und machen uns auf die Suche. Anschließend erhalten sie Lösungsvorschläge, die ihr Pferd wirkungsvoll unterstützen.