Kotwasser – was nun?

Kotwasser - was nun?

Jedes Jahr leiden viele Pferde an Kotwasser, Tendenz steigend. Aber was ist Kotwasser und warum entsteht es?

Kotwasser ist oft im Herbst und in den Wintermonaten ein großes Problem. Pferde setzen normalen Kot ab, davor und danach läuft immer wieder braunes Kotwasser ab. Die äußerlichen Folgen sind Hautreizungen und Verklebungen im Fell und Schweif. Das Pferd fühlt sich unwohl.

Wodurch entsteht Kotwasser?

Die Ursachen sind vielfältig und oft schwer zu bestimmen. Meist greifen mehrere Ursachen ineinander.

Hinweise können eine falsche Fütterung durch verdorbenes Futter, ein Zuviel an Kohlenhydraten (Stärke und Zucker) oder eine Futterumstellung sein. Allergische Reaktionen, Zahnprobleme und psychische Belastungen durch anhaltenden Stress sind weitere Faktoren. Unter Umständen entsteht eine Störung in den Stoffwechselvorgängen. Letztendlich ist der Darm mit dem Zustand überfordert, er kann seine Aufgabe nicht mehr vollständig erledigen und verdaut die zugeführte Nahrung nicht mehr ausreichend.

Warum sie jetzt verstärkt auf Fellpflege achten sollten

Das Kotwasser reizt die Haut, oft ist sie rot und entzündet, das Fell ist verklebt. Regelmäßiges Säubern mit pH-hautneutralen Mitteln ist wichtig, damit sich die Verkrustungen lösen. Auch auf eine anschließende Pflege der betroffenen Stellen sollten sie achten, damit sich die Haut wieder regenerieren kann.

Bis das Kotwasser im Griff ist, sind unter Umständen noch viele „Waschgänge“ nötig. Insbesondere in den Wintermonaten bei kalten Temperaturen ist die Reinigung von Fell und Haut unangenehm und aufwändig.

Nachfolgend einige Tipps, die ihnen die Reinigung erleichtern:

  • Sprühen sie vor dem Waschen den verschmutzten Bereich am Po und den Beinen großzügig mit einer Wasser-EMIKO® HorseCare Fellkur-Lösung (Verhältnis 20:1) ein und lassen dies ca. 10 Minuten einwirken. Nehmen sie lauwarmes Wasser, das aktiviert die Mikroorgansimen und sie beginnen die Verkrustungen zu lösen.
  • Waschen sie den Bereich mit der pH-hautneutralen EMIKO® Care Seife. Spülen sie anschließend die Haut und das Fell gründlich mit lauwarmen Wasser aus und sprühen erneut die Wasser-Fellkur-Lösung auf alle betroffenen Bereiche.
  • Reiben sie mit einem Handtuch das Fell und die Haut gründlich trocken. Das verteilt die Mikroorganismen gründlich, regt die Durchblutung an und unterstützt die Regeneration der Haut.
  • Offene Hautstellen können sie mit der EMIKO® HorseCare Spezial Pflegecreme eincremen.

Was können sie weiter tun?

Die Suche nach der Ursache ist schwierig, braucht Zeit und ist aufwändig. Eine kritische Betrachtung der Umstände gibt oft einen Hinweis, wo das Problem liegen könnte. Möglicherweise können sie selbst schon Dinge ändern, die die Verdauung verbessern, die Situation entspannen und ihrem Pferd direkt helfen.

Checken sie das Futter

Ein Futtercheck kann erste Indizien aufzeigen. Dabei wird geschaut, was wird in welcher Menge gefüttert, wie sieht es mit der Qualität aus und kann ihr Pferd sein Futter ordentlich kauen und verdauen. Ungünstige und unzureichend gekaute Futtermittel belasten nicht nur den Darm, sondern auch den gesamten Körperstoffwechsel, voran die Entgiftungsorgane Leber und Niere.

Hat ihr Pferd zu viel Stress?

Hat ihr Pferd keine Ruhe beim Fressen, ist gestresst oder fühlt sich in gewissen Situationen unwohl? Darm und Gehirn sind direkt miteinander verbunden, die sogenannte Darm-Hirn-Achse. Dauerstress verursacht eine Ausschüttung bestimmter Botenstoffe, die die Verdauung ihres Pferdes ungünstig beeinflussen und zu Kotwasser führen können.

Sie kommen nicht weiter und brauchen Hilfe?

Huf und Pfote hilft bei der Ursachenforschung. Mit Hilfe eines Fragebogens durchforsten wir die Umstände und machen uns auf die Suche. Anschließend erhalten sie mögliche Lösungen, die ihr Pferd wirkungsvoll unterstützen.