Kümmel – mehr als nur ein Gewürz

Kümmel - mehr als nur ein Gewürz

Kümmel wächst bei uns in Mitteleuropa fast überall auf Wiesen, Weiden, Wegrändern und in Gärten. Er ist eine der ältesten Gewürz- und Heilpflanzen. Schon im Alten Ägypten wurde er wegen seiner vielen wertvollen Inhaltsstoffe geschätzt.

Zerreibt man den Kümmelsamen, entsteht der charakteristische würzig-aromatische Geruch. Der wichtigste Wirkstoff ist das ätherische Öl, das aus den frisch geernteten und zerquetschten Kümmelfrüchten gewonnen wird. Weitere wertvolle Inhaltsstoffe sind fettes Öl, Kohlenhydrate, Eiweiß, Gerbstoffe, Flavonoide und Harz.

Kümmel für Magen, Darm, Lunge & mehr

Bei täglicher Fütterung kann Kümmel den Organismus ihres Tieres effektiv entlasten. Er fördert die Verdauung, lindert Krämpfe und hemmt die Gasbildung. Ideal, falls ihr Pferd oder Hund an Blähungen oder Aufgasungen leidet. Er unterstützt wirkungsvoll Verdauungsprobleme bei Futterumstellungen, Stress, Kolik oder Magen- bzw. Darmreizungen.

Durch seine desinfizierende und auswurffördernde Wirkung kann er bei verschleimten Atemwegen das Abhusten erleichtern. Zudem fördert er den Appetit und regt die Milchbildung an. Helfen kann er auch bei Galle- und Leberbeschwerden und gegen Husten als Anis-Kümmel-Fenchel-Mischung. Kümmel wirkt ähnlich wie Fenchel oder Anis, jedoch ist seine Wirkkraft am stärksten.

Äußerlich kann Kümmel helfen, Zahn- und Bauchschmerzen sowie rheumatische Beschwerden zu lindern.

Heilwirkungen auf einen Blick

  • stimuliert die Verdauungsvorgänge
  • wirkt gegen Krämpfe, Blähungen, Völlegefühl, Aufstoßen, Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Verstopfung
  • beruhigt den Magen
  • fördert den Appetit
  • unterstützt die Leber und Gallenfunktion
  • regt die Milchbildung an
  • fördert die Durchblutung, entspannt die Muskulatur
  • wirkt gegen Bakterien, Krankheitserreger, Pilze
  • lindert Schmerzen
  • unterstützt das Abhusten

Anwendung

Kümmel riecht aromatisch und ist würzig im Geschmack. Bei Pferden und Hunden ist er als Tee, zusammen mit Anis und Fenchel recht beliebt. Zur Fütterung sollten sie die Früchte frisch zerstoßen bzw. zerquetscht unters Futter mischen. Dadurch ist der Kümmel bereits aufgeschlossen, damit die Wirkstoffe im Verdauungstrakt gezielt arbeiten können. Alternativ gibt es Kümmel in Pulverform oder als Sirup.

Für eine schnelle krampflösende Wirkung empfiehlt sich Kümmelöl, sowohl innerlich als auch äußerlich mit Olivenöl gemischt zur Bauchmassage. Bei Schmerzen können sie mehrmals täglich ein erwärmtes Kümmelsäckchen äußerlich auf den schmerzhaften Bereich auflegen.

Wissenswertes

Katzen sind von der Fütterung ausgenommen, ihnen sollte wegen des hohen Gehalts an ätherischen Ölen kein Kümmel gegeben werden.

Allergischen Tiere bitte kein Kümmel anbieten. Insbesondere denjenigen, die gegen Korbblütler oder Doldenblütler allergisch sind.

Sammeln sie keinen Kümmel in der Natur, es besteht Verwechslungsgefahr mit den giftigen Schierlingsfrüchten. Für Heilzwecke kommt der im Handel angebotene Kümmel aus Kulturen und ist völlig unbedenklich.

Bei einer zu hohen Dosis kann Leber und Niere Schaden nehmen. Lassen sie sich vor der Fütterung beraten.