6 Trink-Tipps fürs Mehr-Trinken

6 Trink-Tipps fürs Mehr-Trinken

Ein Leben ohne Wasser ist unmöglich. Es ist grundlegende Voraussetzung für Gesundheit, Wohlbefinden und Leistungsbereitschaft.

Wasser ist ein bedeutender Bestandteil aller Körperflüssigkeiten, wie Blutplasma, Lymphe, Verdauungssekrete, Urin, Schweiß und Tränenflüssigkeit. Ein Teil des täglichen Flüssigkeitsbedarfs nimmt der Hund übers Futter auf, mit der Ausnahme von Trockenfutter, ist klar. Jedoch muss der größte Anteil über das Trinken abgedeckt werden.

Faktoren, die die Trinkmenge beeinflussen

Als Faustregel gilt für einen Hund ca. 40 bis 100 ml Wasser pro kg Körpergewicht und Tag. Ein weit gefasster Bedarf, denn die Trinkmenge wird durch ganz unterschiedliche Faktoren beeinflusst, wie

  • die aktuelle Umgebungstemperatur
  • die Luftfeuchte
  • die tägliche Aktivität
  • das Alter
  • das Gewicht
  • den Gesundheitsstatus
  • die Art des Futters
  • die Wasserqualität
  • ob Welpen gesäugt werden
  • die Art und das Material des Wassernapfes

Warum ist ausreichendes Trinken so wichtig?

Gutes Trinkwasser ist für den Organismus lebenswichtig, sämtliche Stoffwechselvorgänge im Körper benötigen Wasser. Wasser löst Nähr- und Wirkstoffe, es reguliert den Zelldruck im Organismus, transportiert Blut bzw. Lymphe und regelt die Körpertemperatur.

Wasser, Kalium und Salz (Natriumchlorid, NaCl) regulieren gemeinsam den Wasserhaushalt im Körper. Für einen gesunden Organismus ist ein stimmiges Gleichgewicht zwischen Natrium bzw. Kalium wichtig und das ausreichend Wasser im Körper gehalten wird.

Dabei steuert das Gehirn das Durstgefühl, sobald sich die Flüssigkeitsmenge im Körper verändert. Sind die Tage warm, sind Hunde oft am Wassernapf zu beobachten. Werden die Außentemperaturen kühler, wird das Trinken wesentlich weniger. Ein zu kaltes Trinkwasser lässt die tägliche Trinkmenge noch weniger werden. Steigt die Aktivität an warmen Tagen, das kann schon ein Spaziergang sein, wird wesentlich mehr Flüssigkeitszufuhr benötigt.

Wird der täglichen Wasserbedarf nicht gestillt, drohen Verdauungs- und Kreislaufprobleme. Im schlimmsten Fall ist besteht die Gefahr einer Dehydrierung oder bei warmen Wetter gar der eines Hitzschlags.

Was sind die Anzeichen von Flüssigkeitsmangel?

Ist ihr Hund kraftlos oder matt, mag nicht fressen, hat er zu wenig Kotabsatz oder ist der Kot fest und trocken? Dann können dies Hinweise auf eine Dehydrierung oder gestörte Verdauung sein.

Weiter haben sie mit dem Hautfaltentest eine gute Möglichkeit zu prüfen, ob dringend Flüssigkeit benötigt. Legen sie ihren Hund in die Seitenlage und ziehen sie die Haut im Schulter-Nackenbereich langsam zu einer Falte hoch. Die Falte sollte sich nach dem Loslassen sofort zurückbilden. Bei Langhaarrassen bitte mit der Hand nachfühlen, ob die Falte tatsächlich verschwindet. Bildet sich die Falte nur langsam zurück, ist dringender Handlungbedarf.

In solchen Fällen holen sie sich bitte schnellstens Hilfe bei einem Tierarzt oder Tierheilpraktiker. Er wird Maßnahmen ergreifen, damit sich ihr Hund schnell wieder erholen kann.

Woran kann es liegen, dass ihr Hund zu wenig säuft?

Stimmt augenscheinlich alles, checken sie, ob der Trinknapf in seiner Funktion einwandfrei ist. Gibt es Verschmutzungen oder scharfe Kanten? Ist das Trinkwasser eventuell zu kalt, zu warm oder hat es einen anderen Geschmack als sonst?

Ist das Trinkwasser verschmutzt, machen sich Bakterien breit. Trinkwasser sollte stets frisch sein und ohne Beigeschmack. Hunde reagieren manchmal schon auf geringste Verschmutzungen oder einen veränderten Wassergeschmack. Kommt das Wasser aus einer regulären Trinkwasserleitung, ist die Qualitätssicherung durch die Wasserwerke gewährleistet. Tränken sie mit Brunnen- oder Bachwasser, sind eigene Kontrollen unabdingbar. Dabei ist durch regelmäßige Analysen auf eine gute Wasserqualität zu achten. Die Qualität kann z. B. durch einen zu hohen Gehalt an Nitrat, Ammoniak, Schwefelwasserstoff, Schwermetalle oder Bakterien (Colibakterien, Salmonellen) beeinträchtigt sein.

Gutes Wasser sollte immer zugänglich und wenn möglich in Wassernäpfen an verschiedenen Orten zur Verfügung gestellt werden. Ob ausreichend und gern getrunken wird entscheidet auch die Art und das Material des Trinknapfes.

Was passiert, wenn zuviel Wasser aufgenommen wird?

Ja, so etwas gibt es tatsächlich in Form einer Wasservergiftung und kann sehr problematisch sein. Das passiert manchmal ganz spielerisch, zum Beispiel bei stundenlangem Ballspielen im See und Abschlucken großer Mengen Wasser.

Eine zu große Wassermenge führt zu einer Elektrolytverschiebung im Körper. Dabei werden eine Menge Elektrolyte, Salze bzw. Mineralien ausgeschwemmt und der Organismus kann seinen Wasserhaushalt nicht mehr ausbalancieren. Als Gegenreaktion und zwecks Schadensbegrenzung versuchen die Körperzellen diesen übermäßigen Verlust aufzuhalten, indem sie das Wasser verstärkt einlagern. Es kommt zum Anschwellen der Zellen im Gehirn mit stark erhöhten Hirndruck, was wiederrum eine lebensgefährliche Bedrohung darstellt.

Deshalb ist eine Überversorgung an Flüssigkeit genauso zu vermeiden, wie ein zu wenig Wasser im Körper.

6 Trink-Tipps

Mit einfachsten Möglichkeiten können sie eine ausreichende Trinkmenge ihres Hundes sicherstellen. Hier meine 6 Trink-Tipps fürs Mehr-Trinken:

  • bieten sie einwandfreies und lauwarmes Trinkwasser über einen Keramik-Wassernapf an
  • legen sie EM-Keramik ein, um die Wasserqualität weiter zu verbessern
  • wählen sie für den Wassernapf draußen einen geschützten und schattigen Standort, es bilden sich weniger Algen und Bakterien
  • reinigen sie den Wassernapf regelmäßig mit einem biologisch und gesundheitlich unbedenklichen EM-Reiniger
  • halten sie unterwegs immer eine Trinkwasserflasche bereit, unterbinden sie das Trinken aus Pfützen und stehenden Gewässern (Infektionsgefahr)
  • füttern sie anstelle von Trockenfutter ein gutes qualitätsvolles Nassfutter

Sie brauchen Unterstützung?

Lassen sie sich beraten. Gern nenne ich ihnen weitere Möglichkeiten ihren Hund zu unterstützen.