Fenchel – der leckere Krampflöser

Fenchel - der leckere Krampflöser
Foto: Schwoaze auf Pixabay

Wer kennt ihn nicht, den Fenchel. Schon als kleines Kind war Fencheltee mit Honig das Mittel gegen Husten und Magen-Darmbeschwerden.

Fenchel (Foeniculum vulgare) hat seine Heimat im Mittelmeerraum und wird heute in fast allen südeuropäischen Ländern angebaut. Doch auch bei uns in Deutschland findet man ihn in Gärten und der Wildnis. Da er dem Dill ähnelt, wird er oft verwechselt.

Er hat ähnliche Inhaltsstoffe wie Anis. Fast 70 % des süßlich schmeckenden ätherischen Öls Anethol findet sich in den Samen. Dazu kommen weitere Inhaltsstoffe, wie fettes Öl, die Vitamine A, B, C und einige Mineralsalze.

Einsatzgebiete des Fenchel

Durch seine Schleimlösung und antimikrobielle Wirkung hilft Fenchel bei Entzündungen der oberen Atemwege, gereizten Schleimhäuten und er erleichtert das Abhusten.

Er reguliert die Verdauung und wirkt beruhigend auf den Magen-Darm-Trakt. Sowohl im Akutfall als auch zur Vorbeugung eignet er sich bei Krämpfen, Verstopfung, Blähungen, leichte Koliken und Magenschleimhautentzündungen (Gastritis). Bei Magen- und Darmbeschwerden kann zur Entspannung zusätzlich Fenchelöl sanft auf dem Bauch einmassiert werden.

Fenchel regt die Harnmenge an und ist besonders hilfreich bei Harnwegsinfekten. Auch fördert er die körpereigene Milchproduktion bei säugenden Stuten und Hündinnen, die ihrem Nachwuchs zu wenig Milch geben.

Weiter wird ihm nachgesagt, dass er die Ausgeglichenheit stärkt.

Wirkungen auf einen Blick

  • löst den Schleim und fördert den Auswurf
  • antibakteriell
  • regt den Appetit an
  • fördert die Harnmenge
  • regt den Milchfluss an
  • reguliert die Verdauung
  • wirkt beruhigend auf Magen und Darm, entkrampfend & blähungstreibend
  • wirkt ausgleichend auf das Gemüt
  • Husten, Infekte, akute und chronische Bronchitis
  • Krämpfe, Blähungen, Kolik, Gastritis, Durchfall, Erbrechen
  • Appetitlosigkeit, Futterverweigerung
  • Futterumstellung, wie z. B. beim Anweiden
  • Augenentzündungen, Entzündung der Zitzen (äußerlich)

Fütterung

Die Fenchelfrüchte (Samen) werden vor dem Verfüttern aufgebrochen oder zerrieben. Der typische Fenchelgeruch, das ätherische Öl ist dann deutlich wahrzunehmen.

Zusammen mit Anis und Kümmel ist er als Tee der absolute Spitzenreiter. Fenchel alleine oder als Anis-Kümmel-Fenchel-Mischung im Futter mögen alte Tiere besonders gern, auch lässt sich damit so manche bittere Medizin versüßen.

Fenchelhonig hat innerlich eine besonders beruhigende Wirkung auf die Schleimhäute.

Wichtig zu wissen

Fenchel ist Wehen fördernd und sollte nicht an tragende Tiere verfüttert werden darf.

Auch Tiere können auf Heilpflanzen allergisch reagieren. Was der eine ohne Probleme verträgt, kann beim anderen unerwünschte Reaktionen auslösen. Lassen Sie sich vor jeder Fütterung fachkundig beraten. Mögliche Allergien gegen Fenchel können sich in Form einer Magen-Darm-Reizung zeigen, dann bitte umgehend absetzen.

Durch den Anteil an ätherischen Ölen sollen Katzen kein Fenchel erhalten.

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Bevor sie loslegen, informieren sie sich. Rufen sie direkt an oder buchen sie ihren Telefon-Wunschtermin über den Online-Terminkalender.