Anweiden, so gehts richtig

Anweiden, so gehts richtig

Der Start der Weidesaison steht bevor, für viele die schönste Zeit im Jahr. Pferde die gut vorbereitet sind, starten von Anfang an gut die Weidezeit. Doch nicht bei jedem Pferd verläuft die Gewöhnung an das grüne saftige Gras unproblematisch.

Was bedeutet eine Futterveränderung fürs Pferd?

Pferde reagieren recht empfindlich auf kleinste Futterveränderungen. Sie sind auf nährstoffarmes und strukturiertes Futter ausgerichtet, das sie permanent zu sich nehmen können. Ein Wechsel jeglicher Art, stellt höchste Anforderungen an die Verdauung.

Wichtig von Anfang an, den Darm langsam an das frische Grün gewöhnen. Denn mit der Grasaufnahme steht die Darmflora plötzlich vor ganz anderen Aufgaben als noch beim strukturreichen Heu. Damit der Wechsel von Heu auf Gras unproblematisch ablaufen kann, braucht der Darm ausreichend Zeit sich der Futterumstellung anzupassen.

Was macht das Grün so gefährlich?

Im Gegensatz zur bisher gewohnten Heufütterung, hat junges Gras einen wesentlich höheren Gehalt an Eiweißen (Proteine) und Kohlehydraten. Gibt man dem Darm keine ausreichende Zeit, führt das zu unterschiedlichen Problemen.

Junges Gras braucht zum Wachsen viel Energie. Bei bestimmten Wetterverhältnissen (Licht, Temperatur, Feuchtigkeit) wird vermehrt Fruktan in der Graspflanze eingespeichert. Dabei führen höhere Temperaturen zu niedrigen und niedrige Temperaturen zu höheren Fruktangehalten im Gras. Diese langkettigen Zuckerverbindungen verändern den ph-Wert im Darm, dabei sterben wichtige Mikroorganismen ab. Das veränderte Bakterienmilieu lässt Endotoxine (Giftstoffe) entstehen, die eine Hufreheerkrankung begünstigen. Rehe ist eine nichteitrige Entzündung der Huflederhaut, die große Schmerzen und gravierende gesundheitliche zur Folge hat. Zudem lassen Fehlgärungen im Darm schnell eine lebensbedrohliche Kolik entstehen. Beide Erkrankungen sind immer tierärztliche Notfälle, betroffene Pferde dürfen erst einmal kein Gras oder Futter zu sich nehmen.

Weiter belastet junges Gras die Stoffwechsel der Entgiftungszentralen Leber und Niere. Normalerweise wird das anfallende Abfallprodukt Ammoniak von der Leber in Harnstoff umgewandelt und über die Nieren mit dem Urin ausgeschieden. Ist die Aufnahme von Proteinen zu hoch, wird der Ablauf massig gestört, das giftige Ammoniak gelangt ungefiltert ins Blut und in den Darm. Bei Störungen zeigen sich beispielsweise Verdauungsbeschwerden, angelaufenen Beinen oder Mauke. Auch können Pferde ein verändertes Verhalten zeigen, wie Mattigkeit, Aggressivität, usw.

Macht sich breiiger Kot als Durchfall bemerkbar, ist das ein Zeichen, dass der Organismus sich von etwas entledigen bzw. reinigen möchte. In dem Fall ist die Menge an Gras zu viel für das jeweilige Pferd und die Weidezeit muss reduziert werden. Hat sich die Darmflora wieder stabilisiert und der Kot gefestigt, kann die Weidezeit wieder langsam verlängert werden. Gleiches gilt bei Kotwasser. Hier ist der ph-Wert im Darm zu sauer und das Wasser im Nahrungsbrei kann im Dickdarm nicht mehr resorbiert werden.

Orientieren sie sich an den Befindlichkeiten ihres Pferdes. Gerade diejenigen die bereits eine Hufrehe hinter sich haben oder an einer hormonellen Krankheit, wie dem Equine Metabolisches Syndrom (EMS) oder Equines Cushing Syndrom (ECS) leiden, sind stark gefährdet. Aber auch Allergiker, Pferde mit Übergewicht, stoffwechsel- und verdauungslabile oder Lungen kranke gehören ebenfalls zur Risikogruppe.

hilfreiche Tipps zur Futterumstellung

Sie können ihrem Pferd die Umstellung von Heu auf Gras erleichtern. Lassen sie ihr Pferd vor und idealerweise auch während des Weidegangs ausreichend Heu fressen, das verringert die Gier aufs Gras und beugt Verdauungsproblemen vor.

Steigern sie langsam die Grasmenge und beobachten sie ihr Pferd genau. Bei aufkommenden Schwierigkeiten sollten sie die Grasaufnahme sofort reduzieren und die Anweidezeit nach hinten verlängern.

Unterstützen sie bereits beim Anweiden und während der Weidezeit ihr Pferd, um den empfindlichen Verdauungstrakt zu entlasten.

Effektive Mikroorganismen (EM®)

  • in flüssiger Form oder Bokashi als fermentierte Getreide-Kräuter-Mischung auf Basis von Effektiven Mikroorganismen (EM®)
  • beinhalten wertvolle Stoffwechselprodukte, wie z. B. Vitamine und Spurenelemente, die dazu beitragen den pH-Wert im Darm zu regulieren
  • schafft eine stabile Darmflora
  • macht das Anweiden und die Grasaufnahme in der gesamten Weidezeit verträglicher
  • beginnen sie bereits 2 Wochen vor Weidebeginn und füttern sie weiter während der gesamten Anweidezeit und darüber hinaus
  • zusätzlich mit Futterkohle und natürlichen Vulkanmineralien, um kurzfristig Schadstoffe und Keime zu binden, wie Durchfall, Kotwasser, usw.

Anis-Kümmel-Fenchel

  • sind die drei typischen Gewürzpflanzen zur Darmunterstützung
  • in ihrer Kombination wirkungsvoll bei Magen- und Darmproblemen, wie Blähungen, Koliken, Durchfall

Bitterkräuter

  • eine wirkungsvolle Zusammensetzung bitterwürziger Kräuter sind Kümmel, Mädesüß, Schafgarbe, Buchweizen, Wasserdost, Pastinake, Quecke, Heidelbeerblätter, Taubnessel, Labkraut, Fenchel, Knöterich und Koriander
  • unterstützen bei Verdauungsstörungen
  • begünstigen die Sekretion der Verdauungssäfte und regen die Bauchspeicheldrüse an
  • fördern die Darmflora und helfen, energie- und eiweißreiches Gras besser zu verdauen
  • unentbehrlich in der Anweidephase

Kräuter Leber & Niere

  • wie Artischocke, Kieselsäure, Ginseng, Propolis und Mariendistel
  • helfen die Darmgesundheit zu pflegen und die Stoffwechsel von Leber & Niere zu unterstützen
  • in flüssiger Form stehen die Wirkstoffe durch ihre wasserlösliche Struktur dem Organismus noch schneller zur Verfügung

Zeolith

  • als mikroaktivierte Klinoptilolith
  • hat eine außerordentliche Absorptionsfähigkeit
  • bindet Toxine, Schwermetalle und andere Schadstoffe während des Verdauungsprozesses und transportiert sie aus dem Organismus
  • unterstützen die erwünschte Darmflora und pflegt die Darmschleimhaut
  • begünstigt den Ausleitungsprozess und den Säuren-Basenhaushalt, in allen Stresssituationen und nach besonderen Belastungen

Produkte, die sich in meiner Praxis bewährt haben

EMIKO® HorseCare Bio Ergänzungsfuttermittel flüssig
EMIKO® Bio Ergänzungsfuttermittel für Nutztiere
EMIKO® HorseCare BokashiPLUS
PerNaturam – Anis-Kümmel-Fenchel
PerNaturam – Ostpreußen-Kräuter
PerNaturam – EquiZeolon
PerNaturam – Dezidum-Basenpulver
GladiatorPLUS® Pferd
ZELLmilieu2® Pferd

Sie brauchen Unterstützung?

Lassen sie sich beraten und nehmen sie mit mir Kontakt auf. Gern nenne ich ihnen weitere Möglichkeiten ihr Pferd zu unterstützen.