Mädesüß – das natürliche Schmerzmittel

Mädesüß - das natürliche Schmerzmittel
Foto: Hans Braxmeier auf Pixabay

Mädesüß (Filipendula ulmaria) hat einen lieblichen und doch eigenartigen Namen. Leider weiß niemand so recht woher er genau stammt. Was jedoch feststeht, es ist das Schmerzmittel der Pflanzenwelt und zugleich magenschonend.

Natürliches Schmerzmittel

Mädesüß ist ein bewährtes Kraut, das schon lange einen festen Platz in der Tierheilkunde hat. Neben Schleimstoffen, Flavonoiden und Gerbstoffen hat es als wichtigsten Inhaltsstoff das Salicylaldehyd, welche im Organismus in Salicylsäure umgewandelt wird. Als Naturstoff diente Mädesüß damals dem Aspirin® (Acetylsalizylsäure, ASS) in der Entwicklung als Schmerzmittel in der Humanmedizin.

Als natürliches Schmerzmittel fördert es die Ausleitung und den Abtransport von CO2. Es verbessert den Blutfluss: schlecht durchblutete Körperstellen werden so „blutverdünnend“ mit mehr Sauerstoff und Nährstoffen versorgt, was wiederum den Zellstoffwechsel aktiviert. Gleichfalls werden Schmerzen bzw. Entzündungen gelindert und Fieber gesenkt.

Das Kraut ist ein ausgezeichnetes Mittel bei Erkrankungen des Bewegungsapparates, die oft mit Schmerzen oder Entzündungen verbunden sind. Geholfen werden kann Tieren mit Arthritis, Arthrose, Hüftdysplasie, Spat, Hufrolle und Hufrehe.

Magenschutz & Seniorenkraut

Weiter hat die Pflanze zusammenziehende, harntreibende, keimtötende und krampflösende Eigenschaften. Hilfreich bei rheumatischen Beschwerden, Durchfall, Nieren-, Blasen- sowie Magen- und Darmstörungen.

Ein weiterer sehr wichtiger Vorteil: Mädesüß schützt den Magen und bindet überschüssige Magensäure. Im Gegensatz zu herkömmlichen Schmerzmitteln belastet es nicht die Magenschleimhaut und ist wesentlich besser verträglich. Eine ideale Unterstützung bei Magengeschwür und Magenschleimhaut-Entzündung (Gastritis).

Mädesüß ist gleichfalls herzstärkend, gefäßerweiternd und immunstärkend. Alle genannten Wirkungen machen es zum „Seniorenkraut“, der idealen Pflanze bei diversen Altersbeschwerden.

Schmerzen als Schutzfunktion

Da es sich um eine schmerzstillende Heilpflanze handelt, kann sie Lahmheiten überdecken und es besteht die Gefahr einer Überanstrengung.

Schmerz ist ein Symptom und übernimmt eine wichtige Schutzfunktion, indem er den Körper vor schädlichen oder gefährlichen Einflüssen bewahrt. Unterdrückt oder nimmt man den Schmerz, so geht diese wichtige Warnfunktion verloren und der Organismus wird eventuell überlastet. Andererseits kann es entscheidend sein den Schmerzkreislauf zu unterbrechen, damit der Körper wieder seine normale Funktion wahrnehmen kann.

Grundsätzlich gilt, dass sie als Tierbesitzer zusammen mit ihrem Therapeuten individuell abwägen, ob und wie weit sie ihrem Tier den Schmerz nehmen.

Sie möchten Mädesüß füttern?

Bewährt hat sich eine Mädesüß-Weidenrinde-Mischung. Beide Heilpflanzen haben durch ihre natürlichen Salicylate ähnliche Effekte und verstärken so ihre Wirkung. Gefüttert werden beide Kräuter angefeuchtet mit dem Futter. Eine noch bessere Wirkung wird erreicht, wenn die Mischung mit heißem Wasser übergossen und einige Minuten ziehen gelassen wird. Der abgekühlte Kräutertee kann gleichfalls über das Futter oder direkt ins Maul gegeben werden.

Zu beachten ist, dass Mädesüß etwas später seine Wirkung zeigt, da es erst in den Darm gelangen und von den Darmbakterien umgewandelt werden muss.

Legen sie nicht einfach los

Bei der Fütterung an Turnierpferde ist gemäß Anti-Doping- und Medikamentenkontrollregeln der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) die empfohlene Karenzzeit einzuhalten. Setzen sie die Fütterung rechtzeitig vor dem Turnier ab.

Sollte ihr Hund oder Pferd Nachwuchs erwarten, bitte kein Mädesüß füttern. Gleiches gilt grundsätzlich bei ihrer Katze, für sie ist Salicylsäure tödlich und somit tabu.

Eine unkontrollierte Heilkräutergabe kann unerwünschte Nebenwirkungen haben und gefährlich für ihr Tier sein. Grundsätzlich gehört die Phytotherapie in die Hände eines erfahrenen Therapeuten. Liegen Organschädigungen bzw. -krankheiten vor, ist nur der Therapeut in der Lage mögliche organische Mehrbelastungen abzuschätzen und diesen entgegen zu wirken.

Gern stehe ich ihnen beratend zur Seite. Informieren sie sich in einem kostenfreien Telefongespräch – buchen sie gleich online ihren Telefon-Wunschtermin.