Hautpilz richtig behandeln

Hautpilz richtig behandeln
Foto: Vincent Botta on Unsplash

Hautpilz gehört zu den am meisten auftretenden Hauterkrankungen bei Pferden. Oft fällt ein Befall erst dann auf, wenn kleine kreisrunde und haarlose Stellen im Fell sichtbar werden.

Für das Pferd ist die Situation äußerst unangenehm. Es juckt sich, die Haut wird zunehmend gereizt und es entstehen immer größere Scheuerstellen. Manchmal fängt die Haut an zu nässen, es bilden sich Schorf und Krusten. Besonders wohl fühlen sich Pilze, wenn sie einem feuchtwarmen Klima ausgesetzt sind, wie zum Beispiel unter einer Decke oder einem Stall mit wenig Luftaustausch.

Problematisch ist auch die Ansteckungsgefahr. Bei gemeinsam benutzten Gegenständen können sich Pferde untereinander anstecken. Im ungünstigsten Fall kann der Pilz sogar auf den Menschen übergehen.

Wodurch wird Hautpilz ausgelöst?

Die Ursachen für den Ausbruch von Hautpilz sind unterschiedlich. Häufig sind Pferde betroffen, die ein geschwächtes Immunsystem haben und mit Mineralstoffen, Vitaminen und Spurenelementen unterversorgt sind. Stress, ein zu häufiges Waschen mit tensidhaltigen Shampoos und ein Wurmbefall können die Entwicklung fördern.

Pilze mögen kein Licht und keine Kälte

Säubern sie regelmäßig das Fell und prüfen sie täglich auf Auffälligkeiten. Halten sie strikte Hygiene ein, nutzen sie keine fremden Gegenstände für ihr Pferd und desinfizieren sie die Ausrüstung.

Ermöglichen sie ihrem Pferd ein ausgeglichenes Leben mit sozialen Kontakten und sorgen sie täglich für mehrstündigen Auslauf an der frischen Luft, auch bei Minusgraden – Pilze mögen kein Licht und keine Kälte.

Vorbeugung & Behandlung

Achten sie auf eine ausreichende Fütterung mit gutem Heu und wählen sie ein hochwertiges Mineralfutter mit einer optimalen Vitamin- und Mineralstoffversorgung. Füttern sie immunstärkende Hagebutten und Roten Sonnenhut (Echinacea). Profitieren können davon auch Pferde mit Strahlfäule und Mauke.

Als Tee-Umschlag lassen sie die Blütenblätter der Ringelblume (Calendula) ein paar Minuten im lauwarmen Wasser ziehen und geben sie sie dann auf die betroffene Hautpartie. Weiter können Hautreizungen mit einer Sprühlösung wirkungsvoll unterstützt werden. In leichten Fällen können sie ihr Pferd mit einer Obstessig-Wasser-Mischung waschen.

Besprühen sie ihr Pferd äußerlich mit Effektiven Mikroorganismen (EM®). Um die Abwehrkräfte und den Darm zu stärken, ergänzen sie die Fütterung mit Heilkräutern oder geben sie EM® innerlich.

Verzichten sie auf eine Pilzimpfung, sie bietet keinen 100 % Schutz und belastet das Immunsystem zusätzlich.

Sie brauchen Hilfe?

Hautpilz ist unangenehm und kann das Wohlbefinden ihres Pferdes stark beeinträchtigen. Gut, wenn sie wissen, dass ihr Pferd an Hautpilz leidet und handeln. Kennen sie jedoch die Ursache des Problems nicht, sollten sie ihr Pferd umgehend untersuchen lassen.

Zur Sicherung der Diagnose kommen verschiedene Laboruntersuchungen in Frage. Weiter werden die Organe Darm, Leber, Niere und vor allem die Ernährung eingehend betrachtet. Ist der Grund gefunden, kann umgehend und zielgerichtet geholfen werden. Aber auch vorsorglich gibt es einiges was sie tun können. Lassen sie sich beraten.