Pilze gehören zur natürlichen Hautflora und können gesunden Pferden meist nichts anhaben. Erst bei übermäßiger Vermehrung wird das Ganze zum Hautpilz-Problem. Dabei zählt Hautpilz zu den häufigsten Hauterkrankungen bei Pferden. Oft wird ein Befall erst bemerkt, wenn sich kleine kreisrunde, haarlose Stellen im Fell zeigen.
Die Symptome
Zu Beginn ist er eher unauffällig. Es bilden sich kleine Quaddeln und das Fell steht etwas ab. Mit der Zeit wird es unangenehmer. Es kommt zu Juckreiz und zunehmend größeren Scheuerstellen mit Haarausfall.
Durch die ständige Reizung beginnt die Haut zu nässen, es bilden sich Schorf und Krusten. Die auffälligen Bereiche sind besonders an Hals, Kopf, Schulter, Rücken und in der Gurt- und Sattellage zu sehen.
Warum ist gerade Ihr Pferd betroffen?
Hautpilz tritt häufig bei immungeschwächten Pferden und bei denjenigen mit Nährstoffmangel auf. Stress, zu häufiges Waschen und Wurmbefall können die Entwicklung begünstigen. Vor allem die Jungen und Alten sind betroffen, da ihr Immunsystem noch nicht ausreichend trainiert ist oder die Abwehrkraft mit zunehmendem Alter nachlässt.
Pilze fühlen sich besonders wohl, wenn sie einem feuchtwarmen Klima ausgesetzt sind, zum Beispiel unter einer Decke oder in einem Stall mit wenig Luftaustausch.
Problematisch ist zudem die Ansteckungsgefahr, denn der Pilz lebt nicht nur auf dem Pferd, sondern auch in dessen Umgebung, insbesondere im Stall und auf Putzzeug. Bei gemeinsam benutzten Gegenständen können sich die Pferde so untereinander anstecken. Im schlimmsten Fall kann der Pilz sogar auf den Menschen übergehen.
Pilzimpfung, ja oder nein?
Die Meinungen zur Pilzimpfung gehen auseinander. Sie wird gern empfohlen, vor allem wenn der Hautpilz besonders aktiv ist. Meist bessern sich die Beschwerden tatsächlich. Wird jedoch der Auslöser nicht abgestellt, zeigt sich nach gewisser Zeit das gleiche Problem und der Pilz blüht erneut auf.
Das können Sie gegen die Pilzzucht tun
1. Hygiene konsequent umsetzen
Säubern Sie regelmäßig das Fell und prüfen Sie es täglich auf Auffälligkeiten. Halten Sie strikte Hygiene ein, nutzen Sie keine fremden Gegenstände und nur eigenes Putzzeug. Reinigen und desinfizieren Sie regelmäßig die Ausrüstung sowie die Einrichtung in Stall und Box.
2. Auf Reisen und Veranstaltungen verzichten
Wegen der Ansteckungsgefahr sollten betroffene Pferde nicht umherreisen, sei es auf Turnieren oder anderen Veranstaltungen.
3. Licht, frische Luft und Bewegung
Pilze lieben Dunkelheit und feuchte Wärme. Verzichten Sie deshalb möglichst auf eine Decke und ermöglichen Sie Ihrem Pferd viel Aufenthalt im Freien. Sorgen Sie für ein ausgeglichenes Leben mit sozialen Kontakten sowie täglich mehrere Stunden Auslauf an der frischen Luft, auch bei Minusgraden.
4. Pilzfeindliche Fütterung
Meiden Sie Kohlenhydrate wie Getreide, Zucker, Melasse oder Obst. Füttern Sie hochwertiges Heu und wählen Sie ein qualitativ hochwertiges Mineralfutter mit einer optimalen Nährstoffversorgung.
5. Abwehrkräfte, Stoffwechsel und Haut von innen unterstützen
Die Brennnessel * ist Nährstoffbombe, Bakterienbremse und Blutreinigungskur in einem. Sie hat eine stoffwechselanregende Wirkung und wirkt zudem entgiftend bzw. entschlackend, ideal bei Hautpilz und fast allen Hautproblemen.
Weiter gibt es immunstärkende Hagebutten *, Sonnenhut (Echinacea) Saft * oder die ganze Sonnenhut-Pflanze *.
Bei Bedarf können Effektive Mikroorganismen (EM) * gefüttert werden, um die körpereigene Abwehr zu unterstützen. Lassen Sie sich vor der Anwendung individuell beraten.
6. Haut natürlich pflegen und beruhigen
Als Umschlag können Sie Ringelblumenblätter (Calendula) * einige Minuten in lauwarmem Wasser ziehen und anschließend auf die betroffenen Hautstellen legen. Das beruhigt die Haut und kann die Regeneration fördern. Zusätzlich kann die gereizte Haut mit einer Calendula-Tinktur-Sprühlösung oder einem Lebermoos-Spray * unterstützt werden.
In leichten Fällen können Sie Ihr Pferd mit einer Obstessig-Wasser-Mischung waschen. Obstessig hilft der Haut ihren pH-Wert zu verbessern und es dem Hautpilz ungemütlich zu machen.
Äußerlich auf die Haut aufgetragen habe ich besonders gute Erfahrungen mit ozonisiertem Olivenöl * und Effektiven Mikroorganismen (EM) *. Sie beruhigen die Haut und unterstützen das Abklingen von Entzündungen.
Für stark belastete Hautbereiche eignet sich zudem eine Pflegecreme mit Heilerde Rügener Heilkreide und EM-X Gold *. Sie kann Juckreiz lindern, Entzündungen reduzieren und die Regeneration der Haut fördern.
7. Den Ursachen auf den Grund gehen
Hautpilz ist unangenehm und kann das Wohlbefinden stark beeinträchtigen. Kennen Sie den Auslöser nicht, sollten Sie sich schnellstmöglich auf Spurensuche machen.
Zur Sicherung der Diagnose kommen verschiedene Laboruntersuchungen in Frage. Weiter sollten einzelne Organe (Darm, Leber, Niere) und vor allem die Fütterung genau unter die Lupe genommen werden. Ist der Auslöser gefunden, kann Ihrem Pferd recht schnell und gezielt geholfen werden.
Geben Sie Bescheid, wenn ich Sie hier unterstützen kann. Rufen Sie an, schreiben Sie oder buchen Sie gleich Ihren Telefon-Wunschtermin im Online-Terminkalender.
Sparcodes
Bei den obigen Verlinkungen handelt sich um Affiliate-Links (mit * gekennzeichnet), die Sie zusammen mit einem Gutschein-Code nutzen können. Sie sparen und ich erhalte im Gegenzug eine kleine Provision. Vielen Dank, dass Sie mich damit bei meiner Arbeit unterstützen.
Holen Sie sich die Sparcodes direkt hier.


