Hagebutte – die Vitamin C-Bombe

Hagebutte - die Vitamin C-Bombe
Foto: Hans Benn auf Pixabay

Bis vor einigen Jahren hatte die Hagebutte (Rosa canina) noch ein tristes unscheinbares Dasein in der Tierheilkunde. Trotzdem sie als ein altbewährtes Hausmittel gilt, wurde sie lange Zeit nicht beachtet. Dabei ist sie mit ihren Vitalstoffen so vielfältig in ihrem Einsatz.

Vitamin C-Bombe

Die Hagebutte ist eine wahre Vitamin C-Bombe. Sie enthält zehnmal mehr an diesem Vitamin als eine Zitrone. Mit ihrem hohen Gehalt gehört sie zu den Spitzenreitern unter den Pflanzen und Früchten. Vitamin C ist wichtig für die Synthese von Kollagen, das für die Knochen- und Knorpelfestigkeit zuständig ist. Ideal, um Sehnen, Bänder und Knochen zu unterstützen.

Weiter hat sie noch einen beachtlichen Anteil an Lycopin, einem carotinoiden Farbstoff, der zu den Antioxydanzien zählt und schädliche Zellprozesse hemmen kann. Aus diesem roten Farbstoff wird Vitamin A gebildet, das die Zellen vor freien Radikalen und Altersprozessen schützt.

Hinzu kommt noch Niacin für einen reibungslosen Stoffwechsel, das energiebringende Vitamin B und das Vitamin K für feste Knochen. Und nicht zu vergessen die in der Hagebutte enthaltenen Galaktolipide, die nachweislich Gelenkentzündungen hemmen und die Bildung freier Radikale hemmen.

Wirkstoffbooster

Durch den hohen Gehalt an Vitalstoffen ist sie der Wirkstoffbooster schlechthin und gilt als natürlicher Energieschub. Sie stärkt den Organismus und eignet sich ideal als Winter- oder Frühjahrskur für alte Pferde und Hunde bzw. für diejenigen mit schwachen Immunsystem.

Weiter unterstützt sie die Blutbildung, wirkt entgiftend, fördert die Harnausscheidung und regt die Lebertätigkeit an. Aber auch der Gelenkstoffwechsel, sowie der von Sehnen und Bändern, profitiert vom hohen Vitamin C-Gehalt.

Die Hagebutte kann Schmerzen und Entzündungen lindern. Typische Einsatzgebiete sind Hufrollen- oder Knochenhautentzündungen sowie Arthrosen bzw. arthritische Beschwerden. Die Wirkstoffe sind ähnlich gut wie in synthetischen Entzündungshemmern, jedoch ohne unangenehme Begleiterscheinungen. Positiver Nebeneffekt sind mehr Hufwachstum, ein schönes Fell und eine gute Vorsorge, wenn ihr Pferd Hufrehe gefährdet ist.

Wichtig zu wissen

Grundsätzlich können gesunde Pferde und Hunde ausreichend Vitamin C selbst synthetisieren (herstellen) und brauchen keine extra Zufuhr. Im Krankheitsfall kann jedoch die Eigensynthese bzw. Aufnahme des Vitamins gestört sein und eine kurzfristige Versorgung von außen notwendig werden.

Die Hagebutte hat durch ihrem hohen Vitamin C-Gehalt die günstige Eigenschaft, unerwünschte Schwermetalle auszuleiten. Gleiches erfolgt aber auch bei wichtigen Spurenelementen, wie z. B. Selen. Eine bedarfsgerechte Versorgung mit Mineralstoffen ist deshalb sehr wichtig und sollte im Bedarfsfall während der Fütterung von Hagebutten angepasst werden. Von einer langfristigen Fütterung sollte man absehen, da der Organismus die Fähigkeit, selbst Vitamin C zu produzieren, verlieren kann – die eigenständige Bildung wird gestoppt.

jetzt mit der Fütterung beginnen

Ihre wunderschönen weißen und rosafarbenen Blüten entwickeln sich im Spätherbst zu knallroten Früchten. Die Hagebutte wächst fast überall frei zugänglich an Waldrändern und sonnigen Hängen. Wer die Mühe nicht scheut, erntet die Früchte und trocknet sie.

Beginnen sie jetzt bei ihrem Pferd mit der Fütterung von Hagebutten als ganze Frucht oder geschrotet und für den Hund in Pulverform. Dabei bitte langsam anfüttern und nur in angepasster Menge, da manche Tiere mit Durchfall oder allergischen Hautreaktionen reagieren können. Hagebutten sind stärkearm und süß, ein optimaler Leckerli-Ersatz für Pferde mit Übergewicht.

Sie möchten wissen, ob die Hagebutte auch ihr Pferd oder Hund unterstützen kann?

Gern berate ich sie in einem persönlichen Gespräch: Kontakt.