Schwarzkümmel – orientalisch & geheimnisvoll

Schwarzkümmel - orientalisch & geheimnisvoll
Foto: Ulrike Leone auf Pixabay

Schwarzkümmel hat eine lange Tradition als Heil- und Gewürzpflanze. Bereits die ägyptischen Priester nutzten das pfefferähnliche Gewürz als Vitalitätsdroge und „Wundermittel gegen jede Krankheit“. Er ist ein wahres Komplexmittel mit mehr als hundert Inhaltsstoffen, die bis heute noch nicht vollständig erforscht sind und noch viele Geheimnisse in sich tragen.

Atemwege, Immunsystem & Haut

Schwarzkümmel wird traditionell zur Stärkung der natürlichen Abwehrkräfte, der Haut und der Atemwege eingesetzt.

Die schwarzbraunen Schwarzkümmelsamen enthalten viel natürliches Öl mit besonders hohen Anteilen an Ölsäure, Linolsäure bzw. essenziellen und ungesättigten Fettsäuren, wie den Omega-6-Fettsäuren. Mit ihnen können bestimmte Gewebshormone gebildet werden, die entzündungshemmend und regulierend auf das Immunsystem wirken. Sie können nur über die Fütterung zugeführt werden, selbst herstellen kann der Körper sie nicht.

Schwarzkümmel drängt Bakterien und Pilze zurück. Seine antiseptische und antiallergische Wirkung unterstützt die Heilung von Atemwegserkrankungen und stabilisiert das Immunsystem. Nützlich bei chronischem und allergischem Husten. Zudem fördert er den Gallenfluss, hilft bei Magen- und Verdauungsbeschwerden und kann Würmer fern halten.

Bei Hautproblemen kann Schwarzkümmel sowohl innerlich als auch äußerlich verwendet werden. Eine gute Unterstützung für Sommerekzemer oder Tieren die an Hautallergien leiden. Auch wird ihm ein gewisser Insektenschutz zugeschrieben. Tiere leiden weniger unter Zecken, Kriebelmücken, Flöhe oder Gnitzen.

Alles auf einen Blick

Schwarzkümmel kann vielseitig eingesetzt werden. Hier ein Überblick über seine möglichen Indikationen und Wirkweisen:

  • antibakteriell
  • entzündungshemmend
  • schmerzlindernd
  • immunmodellierend und -stimulierend
  • gallenfluss- bzw. verdauungsfördernd und magensaftanregend
  • stoffwechselanregend
  • milchfördernd
  • Atemwegsprobleme (allergisch, infektiös): Husten, Infekt
  • Hautprobleme (entzündliche, allergische): Ekzem, Hautpilz, Insekten, Parasiten
  • Magen-Darm-Erkrankungen: Parasiten, Würmer, Pilze, Bakterien
  • Leber- und Gallen-Beschwerden

Herkunft & Qualität sind entscheidend

Nur der „echte“ Schwarzkümmel ist der mit Namen Nigella Sativa. Er stammt aus Anbaugebieten in Syrien und Ägypten. Dort stimmen die Boden- und Sonnenverhältnisse, die dem Schwarzkümmel seine Qualität verleihen.

Nigella Sativa sollten sie immer in Form von Samen oder kaltgepresstem Öl verwenden. Presskuchen oder extrahierter Schrot, der bei der Herstellung hohen Temperaturen ausgesetzt ist, sind in der Wirksamkeit nicht zu vergleichen. Um den hohen Gehalt der mehrfach ungesättigten Fettsäuren zu gewährleisten, bitte den Samen stets frisch geschrotet füttern.

Schwarzkümmel ist aromatisch, ähnlich dem Geschmack von Sesam, jedoch etwas bitter und scharf. Sowohl Pferde als auch Hunde verweigern am Anfang manchmal die Einnahme. Hier können sie mit ein paar Futtermitteln tricksen, die gern gefressen werden. Nach Eingewöhnung wird er meist ohne Schwierigkeiten akzeptiert.

Wichtig zu wissen

In gewissen Mengen kann Schwarzkümmel Magen- und Darmstörungen verursachen. Die richtige Dosierung ist wichtig.

Katzen sollten kein Schwarzkümmel bekommen, da sie bestimmte Wirkstoffe im Organismus nicht gut abbauen können. Dies kann zu Leberschädigungen führen.

Schwarzkümmel ist ADMR-konform und kann an Turnierpferde gefüttert werden.

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