Weidepflege mit Köpfchen

Weidepflege mit Köpfchen
Foto: Conny Schönewald

Die Weidesaison steht bevor und mit zunehmender Beweidung auch die extreme Flächen-Belastung mit verdichtenden Böden, geschädigter Grasnarbe und Geilstellen.

Ist die Besatzdichte (Tiere pro Hektar) zu hoch, fehlt es dem Boden an Widerstandkraft und Vielfalt. Im Verlauf zeigen sich weniger artenreiche Kräutern und Gräser. Dafür machen sich Brennnessel, Ampfer, Klee und Hahnenfuß breit, sie sind Zeigerpflanzen für ein deutliches Boden-Ungleichgewicht.

Verlorene Weidefläche

Eine arten- und kräuterreiche Weide besitzt eine Vielfalt unterschiedlichster Pflanzen, die in einer Symbiose miteinander und voneinander leben. Das Abweiden sichert ihren Fortbestand, damit sie wieder blühen und mit ihren Samen zur Verbreitung beitragen kann. Findet eine stetige Beweidung ohne Pause statt, haben die Pflanzen keine Möglichkeit mehr dazu und werden vom Speiseplan verdrängt.

Kann sich die Weide von der zunehmenden Belastung nicht mehr erholen, bedarf es einiges an grundlegender Bodenregenerierung um die verloren gegangene Weidefläche wieder zu beleben.

Robuste und artenreiche Weiden

Effektive Mikroorganismen (EM) können auf natürliche Weise dazu beitragen, eine verlorene Weidefläche wieder attraktiv und als Ernährungsgrundlage nutzbar zu machen. Ein mit EM unterstützter Boden verschafft Gräsern und Kräutern bessere Lebensbedingungen. Es entsteht eine gesunde und artenreiche Weidefläche, von der auch die Tiere wieder profitieren.

Der Einsatz verbessert die Lebensbedingungen aller Pflanzen, damit sich nicht nur eine bestimmte Anzahl von Pflanzen wohlfühlen und verbreiten. Das schafft eine gute Voraussetzung für einen artenreichen und vielfältigen Aufwuchs unterschiedlichster Pflanzen, die eine robuste Weide ausmachen.

Zugleich ergänzen die zugeführten Mikroorganismen die bereits im Boden befindlichen. Das kurbelt das gesamte Bodenleben an, was sich wiederum langfristig und positiv auf die Bodeneigenschaften, die Versorgung und den Aufwuchs der Pflanzen auswirkt. Die Nährstoff- bzw. Wasserversorgung und auch die Durchlüftung des Bodens werden verbessert, was einer Verdichtung und pH-Wert-Verschiebung des Bodens entgegenwirkt. Die Grasnarbe kann schneller regenerieren, die Trittfestigkeit erhöht sich und auch das Wasser kann sich wieder im Boden halten ohne das Staunässe entsteht.

Anwendung auf der Weide

Die nachhaltige Weidepflege ist relativ einfach, erfordert jedoch einen gewissen Aufwand und Geduld. Je nach Zustand von Boden und Aufwuchs kann es einige Jahre dauern, bis deutliche Erfolge auf den Weideflächen erkennbar werden. Doch die Biologie eines Bodens mit EM zu verbessern, ist ein lohnender Aufwand:

  • die Durchlüftung des Bodens und sein Wasserhaltevermögen verbessern sich
  • gleichzeitig erhöht sich die Trittfestigkeit des Bodens
  • die Neigung zu Staunässe nimmt ab
  • es entstehen weniger „Nischen“, in denen sich nur spezialisierte Pflanzen wohlfühlen

Die Mikroorganismen werden zusammen mit einem organischen Dünger bereits zu Beginn der Vegetation als Sprühlösung aufgebraucht. Im Herbst kann alternativ und zur Düngung der eigene Pferdemist-EM-Bokashi auf die Weidefläche ausgebracht werden. Er liefert ausreichend organisches Material für die folgende Weidesaison.

Kräuterstreifen für mehr Abwechslung

Um die Weide mit Kräutern zu bereichern, können sie am Weiderand kleine Kräuterstreifen anlegen. Wählen sie dazu passender Kräutersamen aus. Eigens für Pferde gibt es Kräuterweide-Saatgut mit Wiesenkümmel, Petersilie, Wegwarte, Fenchel, Spitzwegerich, Echter Kamille, Schafgabe oder Wiesenlabkraut.

Trennen sie die Neusaat anfänglich ab. Haben die Kräuter eine gewisse Höhe erreicht, können sie diese schrittweise zugänglich machen. Der Kräuterstreifen wertet ihre Weide auf, bringt Abwechslung und liefert viele Nähr- und Wirkstoffe.

Weidepflege mit Köpfchen

Damit ihre Pferde noch lange an einer robusten und artenreichen Weidefläche haben, können sie Weiteres tun. Darauf sollten sie achten:

  • angepasste Besatzstärke, d. h. nur so viele Pferde pro Fläche, wie ihre Weide tatsächlich „vertragen“ kann
  • bedarfsgerechte und organische Düngung
  • regelmäßiges Abmähen bzw. Ausmähen, idealerweise verbunden mit einer Schnitt- und Weidenutzung im Wechsel
  • Schleppen im Frühjahr zur Belüftung des Bodens und Einebnen von Maulwurfshügeln
  • regelmäßige Durchführung von Bodenproben und bedarfsmäßige Kalkung
  • regelmäßiges (tägliches) Absammeln des Kots, um die Ausbreitung von Geilstellen, eine erhöhte Wurminfektion und Fliegenpopulation einzudämmen

Sie möchten ihr eigenes Regenerationsprojekt starten?

Zur Behandlung kleiner Weideflächen empfehle ich den EMIKO Garten- und Bodenaktivator, EMIKO MikroDünger und das EMIKO UrgesteinsMehl. Landwirtschaftliche oder gewerbliche Betriebe haben aufgrund großer Weideflächen andere Anforderungen an den Einsatz. Hierfür ist der EMIKO BodenAktivator und EMIKO BodenAktivator PLUS gut geeignet.

Alternativ können sie ihr EM auch selbst herstellen. Das sogenannte EMa (EM aktiviert) entsteht durch Fermentation von EM 1 (Urlösung, Bodenhilfsstoff), Zuckerrohrmelasse (Bio) oder konventionell und gutem Wasser. Weiter benötigen sie einen Fermenter, Keramik-Pipes und pH-Wert Messstreifen. So können sie selbst größere und kostengünstige Mengen produzieren.

Als zertifizierte EM-Beraterin bin ich ihnen gern bei der Anwendung und Umsetzung behilflich.

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