Mauke – mehr als nur eine Hautentzündung

Mauke - mehr als nur eine Hautentzündung
Foto: Marcos Gallardo on Unsplash

Schlammige Paddocks, Kot, Urin und Feuchtigkeit

sind im Winter nicht selten und lassen die empfindliche Haut an den Fesselbeugen und die Hufe aufweichen. Es ist der perfekte Nährboden für Pilze und Keime auf einem geschwächten Milieu und eine drohende Gefahr für unangenehme Haut- und Hufkrankheiten, wie die der Strahlfäule und der Mauke.

Haben sich erst einmal offene und verkrustete Stellen in der Fesselbeuge gebildet, haben Bakterien leichtes Spiel. Sie dringen in die angegriffene Haut ein und verbreiten sich rasant, das Bein entzündet sich. Im weiteren Verlauf fängt die Haut an zu nässen, es bildet sich eine schmierige übelriechende Flüssigkeit oder warzenartige Hautveränderungen.

In schweren Fällen schwillt das Bein massiv an und wird heiß. Die Hautentzündung kann so schmerzhaft sein, dass das betroffene Pferd stark lahmt. Zudem drohen Fieber und ein Einschuss (Phlegmone). Häufig sind Kaltblüter, Friesen und Tinker mit ihrem starkem Fesselbehang betroffen. Dort hat es Feuchtigkeit und Schmutz besonders leicht sich einzunisten.

äußere und innere Einflüsse

Anhaltender Stress, ein Stallwechsel, Veränderungen in der Herde, häufige Transport oder auch eine Futtermittelunverträglichkeit bzw. -allergie bis zu einer Übersäuerung des Organismus können Mauke ebenso zum Ausbruch bringen.

Aber nicht nur äußere Einflüsse sind ursächlich. Es gibt auch eine genetische Veranlagung für das Entstehen von Mauke. Weiter kann sich bei einem angeschlagenen Immunsystem oder Verdauungsproblem die Haut von innen heraus nicht gegen den äußeren Angriff zur Wehr setzen. Das öffnet Tür und Tor für eine Vielzahl von Hautkrankheiten.

Hygiene im Auslauf & Stall

Selbst wenn der Auslauf regelmäßig und sorgfältig abgeäppelt wird, verbleiben immer noch Kot- und Urinreste auf der Fläche zurück und werden durch Bewegung der Pferde in die obere Schicht eingemischt. Zwar verbreiten sich aufgrund der kalten Temperaturen Keime weniger stark als in den warmen Monaten, doch die Population negativer Keime findet gerade in feuchten Böden ideale Bedingungen sich zu verbreiten. Eine EM®-Wasser-Verdünnung regelmäßig auf dem Auslauf und im Stall versprüht, dämmt die Keimverbreitung ein und schützt vor krankmachenden Schädigungen.

Ist die Mauke bereits ausgebrochen, sollte ihr Pferd bis zur Abheilung matschige bzw. feuchte Ausläufe meiden. Gerade jetzt sind hygienische Maßnahmen wichtig, um mögliche offene und wunde Hautstellen oder -verletzungen vor den Keim belastenden Böden zu schützen. Es besteht ein hohes Infektionsrisiko, da sich auf der Haut Bakterien, Pilzen oder Parasiten rasant breit machen.

Futtercheck

Checken sie die Ernährung. Reduzieren sie eiweißreiche- und stärkehaltige Nahrung (Getreide, Kraftfutter). Damit erreichen sie, dass die Verdauung und der Entgiftungsstoffwechsel entlastet wird. Neben dem Darm sind Leber & Niere die wichtigsten Entgiftungskanäle, ihre Störung und Überlastung machen sich oft auf der Haut durch Ekzeme und Mauke bemerkbar.

Füttern sie täglich Effektive Mikroorganismen (EM®) in flüssiger Form oder als Bokashi für mindestens 12 Wochen. Sie helfen beim Aufbau eines gesunden Darms, stärken die Immunabwehr und ermöglichen, dass sich die geschädigte Haut schneller regenerieren kann. Meine Erfahrung in der Praxis zeigt, dass Tiere die täglich EM® bekommen, eine besonders stabile Verdauung und gute Immunabwehr besitzen. Der Darm, das Immunsystem und der gesamte Körperstoffwechsel, einschließlich dem Hautstoffwechsel, sind im Gleichgewicht und die Tiere leiden kaum unter Auffälligkeiten.

Geben sie ein auf Heu abgestimmtes und hochwertiges Mineralfutter, das eine optimale Versorgung mit Mineralien, Vitaminen und Spurenelementen sicherstellt. Vor allem eine nachweisliche Unterversorgung mit Zink sollte ausgeglichen werden. Zink ist für eine intakte Haut, die der Schleimhäute und Hufe unentbehrlich. Doch Vorsicht: füttern sie Zink nicht einfach zu. Klären sie ab, ob eine Unterversorgung vorliegt und ein Bedarf notwendig ist. Eine unkontrollierte Spurenelementzugabe wirkt in gewissen Mengen toxisch. Nutzen sie bei allen Fragen mein Angebot zur Ernährungsberatung.

Reinigung & Pflege

Gerade die unteren Gliedmaßen sind vermehrten Belastungen ausgesetzt und bedürfen einer aufmerksamen Pflege. Um die Infektion einzudämmen, versuchen sie die Hufe und Beine sauber und trocken zu halten. Effektive Mikroorganismen können hier gute Dienste leisten. Sie fördern die Wundheilung, sorgen für ein positives Hautmilieu und helfen wieder ein gesundes Gleichgewicht herzustellen.

Verwenden sie beim Reinigen eine EM®-Wasser-Verdünnung und eine Seife oder Waschlotion, die dem pH-Wert der Pferdehaut entspricht. Die Verkrustungen lassen sich so gut lösen, ohne die Haut anzugreifen. Danach sprühen sie die Fesselbeugen und Hufe erneut mit der Verdünnung ein. Reiben sie das Fell und die Haut abschließend mit einem Handtuch gründlich trocken. Das verteilt die Mikroorganismen, regt die Durchblutung an und unterstützt die Regeneration der Haut.

Bei hartnäckigen Problemen kann eine EM®-Pflegecreme oder ein Mix aus EM® und Heilerde bzw. Keramikpulver aufgetragen werden. Das erhöht das Abheilen der Haut auf natürliche Weise und unterstützt den Abbau schädlicher Stoffwechselprodukte im Gewebe.

Mauke - mehr als nur eine Hautentzündung

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