EMa selbst gemacht

EMa selbst gemacht
Foto: EMIKO

EMa steht für EM aktiv oder EM aktiviert und findet bei Mensch & Tier unterschiedlichste Anwendung. Es eignet zur Stall- und Haushaltsreinigung, Geruchsbeseitigung, Fütterung, Haut- bzw. Fellpflege und Weidepflege.

EMa kann durch Fermentation von EM1 (Urlösung, Bodenhilfsstoff), Zuckerrohrmelasse und Wasser kostengünstig selbst hergestellt werden. Bevor es aber los geht, nachfolgend ein paar wichtige Infos.

Was passiert bei der Fermentierung?

Die Effektiven Mikroorgansimen (EM) nutzen die Zuckerstoffe im Material als Nahrung und vermehren sich. Weil sich die Milchsäurebakterien am schnellsten Reproduzieren, senkt sich der pH-Wert relativ schnell ab und hindert negative Mikroorganismen auf natürliche Weise an der Vermehrung.

Die EM fühlen sich in diesem sauren Milieu wohl, sie spalten die vorhandenen Nährstoffe im Material auf und zerlegen diese in kleinere Strukturen. Der Zucker wird in Milchsäure abgebaut und es entstehen die zuvor genannten und wichtige Stoffwechselprodukte (Vitamine, Antioxidantien, Aminosäuren).

Welche Fermentergröße eignet sich?

Wählen sie die Größe des Fermenters, die zu ihrem Anwendungsbereich und Verbrauch passt. EMa hat eine begrenzte Haltbarkeit, die Mikroorganismen fangen ca. 2 Wochen nach Herstellung an abzusterben. Dahingehend verliert sich ihre Wirksamkeit.

Fermenter gibt es in unterschiedlichen Füllgrößen. Beispielhaft sind die nachfolgenden Füllvolumen aufgeführt. Die jeweiligen Mengenangaben für Melasse, EM1 und Wasser richten sich nach Größe des Fermenters. Dabei entspricht die Menge der Melasse und des EM1 immer 3 % der Gesamt-Litermenge:

6,4 Liter-Fermenter: 190 ml Melasse, 190 ml EM1, ca. 6 Liter Wasser
10,4 Liter-Fermenter: 310 ml Melasse, 310 ml EM1, ca. 9,8 Liter Wasser
30 Liter-Fermenter: 900 ml Melasse, 900 ml EM1, ca. 28,2 Liter Wasser
60 Liter-Fermenter: 1.800 ml Melasse, 1.800 ml EM1, ca. 56,4 Liter Wasser

Zur EMa-Herstellung werden benötigt

Die Ausstattung und die Zutaten können sie direkt im Huf und Pfote-Shop oder EMIKO-Shop kaufen.

Und so wird’s gemacht

  • Befüllen sie den Fermenter zur Hälfte mit heißem Wasser und geben 3 % Zuckerrohrmelasse ein, bis sie sich vollständig aufgelöst hat.
  • Füllen sie den Fermenter mit Wasser auf, bis eine Temperatur von 35 bis 40 Grad erreicht ist.
  • Geben sie 3 % EM1 dazu und rühren sie alles gründlich um.
  • Füllen sie den Fermenter randvoll mit 35 bis 40 Grad warmem Wasser auf.
  • Verschließen sie den Fermenter und schließen die Heizung an. Wählen sie die Einstellung „34″ oder 37 Grad am Heizstab.
  • Befüllen sie den Fermenter mit Gärspund bis zur Markierung mit Wasser.
  • Stellen sie den Fermenter für 7 bis 10 Tage an einen warmen und zugfreien Ort, ideal ist eine gleichbleibende Zimmertemperatur zwischen 15 bis 21 Grad.
  • Kontrollieren sie alle paar Tage den Fermenter, ohne ihn zu öffnen.
  • Prüfen sie am Ende der Fermentation den pH-Wert, er sollte unter 3,6 betragen.
  • Füllen sie das fertige EMa in PET-Flaschen oder -Kanister und entnehmen sie jeweils nur die zu verbrauchende Menge.

Wann ist das EMa fertig?

Gelungenes EMa hat ein pH-Wert von unter 3,6 und riecht süßsauer. Niedrigere pH-Werte sind völlig in Ordnung, solange Geruch und Aussehen charakteristisch sind. Die braune Farbe hat sich während der Fermentation nicht verändert. Weiße Flocken sind Hefen und ein Qualitätsmerkmal für gutes EMa.

was schiefgehen kann

Riecht das EMa stark oder die Messung des pH-Wertes zeigt höhere Werte, dann stimmt die Zusammensetzung der Mikroorganismen nicht und es haben sich eventuell negative Keime entwickelt.

Ursache hierfür sind oft ein verschmutzter und nicht richtig gereinigter Fermenter oder Temperaturschwankungen während der Fermentation.

Nicht gelungenes EMa können sie vielleicht noch zum Putzen oder als Pflanzendünger verwenden. Vermeiden sie es jedoch ihrem Tier zu füttern oder es damit äußerlich zu behandeln.

mein Tipp

Zur Verbesserung der Wasserqualität, der Optimierung der Lebensbedingungen für die Mikroorganismen und der besseren Haltbarkeit hat sich bewährt, während der Fermentation EM-X Keramik Pipes in den Fermenter zu legen. Die Anzahl Pipes richtet sich nach der Größe des Fermenters. Weiter kann zur Verbesserung des pH-Wertes vor der Fermentierung ein Schnapsglas Obst- oder Apfelessig beigefügt werden.

Als Wasserzugabe eignet sich gutes Wasser ohne Zusätze. Statt Leitungswasser können sie Quellwasser oder stilles Wasser nehmen, hier werden oft bessere Ergebnisse erreicht. Wasser mit Kohlensäure ist nicht geeignet.

Lagern sie ihr EMa kühl und dunkel. Bei der Entnahme sollten sie immer darauf achten, die Flasche bzw. den Kanister wieder gut zu verschließen. Ein guter Luftabschluss gewährleistet, dass so wenig wie möglich Sauerstoff an das EMa kommt, das macht es länger haltbar.

Damit weitere EMa gut gelingen, sollten sie den benutzten Fermenter nach der Nutzung immer gründlich mit heißem Wasser und Essigessenz oder flüssiger Zitronensäure reinigen.

Vor- und Nachteile

Selbstgemachtes EMa können sie mit ein bisschen Übung gut selbst herstellen und es macht Spaß, sie und ihr Tier werden es lieben. Jedoch bedarf gutes EMa einer passenden Ausstattung, ein wenig Zeit, Sorgfalt und Erfahrung.

EMa gelingt nicht immer auf Anhieb, auch nicht jeder Ansatz. Machen sie sich bewusst, dass sie eigenverantwortlich handeln und keine Produkthaftung greift.

Wenn sie am Anfang stehen und mit EM noch wenig Erfahrung haben, möchte ich ihnen die fertigen Effektiven Mikroorganismen (EM) von EMIKO ans Herz legen (Klick auf nachfolgenden EMIKO-Shop). Der Arbeitsaufwand der Herstellung entfällt und sie können sicher sein, hochwertiges und funktionierende EMa zu verwenden.

EMa selbst gemacht

EMIKO

führt EM-Produkte für Tiere, Menschen, Haus und Garten. Ich berate sie gern bei der richtigen Auswahl und der Dosierung.

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Sie brauchen Unterstützung bei der Herstellung oder haben Fragen?

Ich helfe ihnen weiter. Nutzen sie die Möglichkeit eines ersten kostenfreien Telefongesprächs. Als zertifizierte EM-Beraterin stehe ihnen gern mit Rat und Tat beiseite.