Zecken – natürlicher Schutz vor Blutsaugern

Zecken - natürlicher Schutz vor Blutsaugern
Foto: Elias Schäfer auf Pixabay

Die Zecke ist Blutsauger bei Mensch & Tier und zugleich gefährlicher Überträger von Krankheiten wie FSME, Borreliose, Anaplasmose, Babesiose, Ehrlichiose und Hepatozoonose.

Mit zunehmender Wärme werden Zecken wieder aktiv und warten hungrig auf ihre Blutmahlzeit. Dabei beißen sie nicht, wie irrtümlich gedacht, sondern sie stechen. Mit ihrem scherenartigen Mundwerkzeug reißt die Zecke die Haut oberflächlich auf und saugt mit ihrem Stechrüssel das Blut ab. Dabei gibt sie zusammen mit dem Speichel ein Betäubungsmittel ab, das vom Wirtstier nicht wahrgenommen wird. So kann sie ganz in aller Ruhe ihren Blutdurst stillen.

anziehende Stoffe

Zecken gehören zur Gattung der Milben, haben 8 Beine, kommen ohne Augen und Nase aus. Eine wichtige Rolle bei der Ortung ihrer Opfer ist das Haller‘sche Organ, über das sie neben Ammoniak, Buttersäure, Kohlendioxid und Körperwärme, eine Vielzahl weiterer organische Stoffe wahrnehmen.

der Weg zur Blutmahlzeit

Büsche, Sträucher, Wiesengräser und das Unterholz sind die idealen Haltestellen für die Zecke, um auf ihren Wirt zu warten. Sie krabbelt bis zu 1 Meter hoch und lässt sich dann auf ihr Opfer fallen. Für den Stich sucht sie schnell eine weiche, besonders gut durchblutete und dünne Stelle auf der Haut. Mögliche Krankheitserreger können so aus den Speicheldrüsen oder dem Darm über den Stechapparat in den Körper des Wirts eindringen.

Zecken sind perfekt an ihre Umwelt angepasst, haben kaum natürliche Feinde und können mit einer einzigen Blutmahlzeit bis zu 5 Jahre überleben.

der Zeckenstich – wenn’s passiert ist

Da sich Tiere vermehrt in der Natur aufhalten, werden sie auch wesentlich öfter von Zecken befallen als Menschen. Dabei infizieren sich Pferde und Hunde eher mit Zeckenkrankheiten als es die Katze tut.

Aufmerksame Pflege und Fellkontrolle sind die beste Zecken-Vorsorge. Suchen sie nach jedem Gang im Freien sich und ihr Tier gründlich nach Zecken ab. Je früher sie sie finden, desto geringer ist das Infektionsrisiko. Haben sie eine Zecke entdeckt, sollten sie sie umgehend mit geeigneten Hilfsmitteln entfernen. Gehen sie dabei bedacht und ruhig vor, verwenden sie eine Zeckenkarte oder einen -haken, eine Pinzette oder falls sie geübt sind ihre Fingernägel. Nach dem Entfernen ist es wichtig die Einstichstelle zu desinfizieren.

Leider hält sich immer noch hartnäckig das Gerücht, Zecken mit unpassenden Mitteln wie Fetten, Benzin, Klebstoff, Nagellackentferner oder Alkohol entfernen. Gerade sie veranlassen die Zecke sich zu erbrechen und so in die Einstichwunde Krankheitserreger abzusondern.

Nicht jeder Zeckenstich macht krank. Sollte die Einstichstelle jedoch gerötet bzw. geschwollen bleiben, sich ausbreiten, schmerzen oder gar heiß werden, lassen sie sich bzw. ihr Tier umgehend von einem Therapeuten untersuchen und behandeln. Sicherheitshalber können sie die Zecke in einem Glas aufbewahren, um sie im Bedarfsfall ins Labor zu senden.

chemische Mittel

Leider ist zu beobachten, das Parasiten auf chemische Mittel in Spot-Ons, Sprays oder Halsbändern verstärkt mit Resistenzen reagieren. Halten sie sich vor Augen, dass sie oft Nervengifte bzw. Insektizide enthalten, die unerwünschten Reaktionen zur Folge haben können.

Gifte schädigen besonders innere Organe (Leber, Niere, Darm), schwächen die Immunabwehr und führen nicht selten zu schweren Hautreaktionen (Juckreiz, Ekzem). Weiter können neurologische Störungen, Erbrechen oder Atemwegsprobleme auftreten. Manchmal treten Probleme erst später auf und werden nicht mehr in Verbindung zum Präparat gebracht.

natürliche Abwehr

Sie können es der Zecke schwer machen und ihr die Blutmahlzeit ordentlich vermiesen. Es gibt einige natürliche Mittel die zur Abwehr geeignet sind. Zwar bieten sie keinen 100-prozentigen Schutz, aber mit einigen Präventionsmaßnahmen lässt sich das Risiko eines Zeckenstiches und einer möglichen Infektion reduzieren.

Manchmal dauert es einige Zeit, bis sie das Passende für ihr Tier gefunden haben – das was beim anderen hilft, wird nicht zwangsläufig auch bei ihrem Tier Wirkung zeigen. Probieren sie aus und haben sie etwas Geduld. Hier einige bewährte Mittel zur Zeckenabwehr:

  • Effektive Mikroorganismen (EM) aufs Fell bzw. die Haut gesprüht sorgt für ein positives Milieu das für Parasiten anziehende Fellgerüche verschwinden lässt
  • EM zusätzlich gefüttert unterstützt neben einer besseren Darmgesundheit und einem intakten Immunsystem auch einen gesunden Hautstoffwechsel
  • Zecken-Halsbänder mit EM-Keramik-Pipes sorgen für ein verändertes Hautmileu und für Parasiten abstoßende Schwingungen
  • Halsbänder aus ungeschliffenen bzw. -polierten Bernstein haben einen harzigen Geruch und eine elektrostatische Aufladung, die Parasiten überhaupt nicht mögen
  • Öle äußerlich auf unsensible Stellen aufgetragen können den anziehenden Fell- und Hautgeruch für Parasiten aller Art überdecken – geeignet sind Öle vom Schwarzkümmel, Lavendel, Cedernholz, Eukalyptus, Kokosnuss und Zitrone
  • Bierhefe, Schwarzkümmel, Kokosflocken, Apfelessig oder Knoblauch bewirken von innen heraus eine Veränderung des Fell- und Hautgeruchs, der für Parasiten weniger attraktiv ist
  • homöopathische Mittel können nach einem Zeckenstich wirkungsvoll helfen, lassen sie sich dazu individuell beraten

Wichtig zu wissen

Auch Mittel mit natürlichen Stoffen können zu unerwünschten Reaktionen führen, deshalb sind sie mit Bedacht zu verwenden. Katzen vertragen die meisten Öle nicht und sind für sie hochgradig giftig. Auch gibt es Tiere die allergisch auf bestimmte Stoffe reagieren können.

Verwenden sie bei ihrem Pferd, Hund und Katze nur Produkte, die auch für die Anwendung an der jeweiligen Spezies bestimmt sind. Manche Produkte für Hunde können beispielsweise Wirkstoffe enthalten, die für Katzen tödlich sind. Lassen sie sich vor der Anwendung immer fachkundig beraten.

Gesundheit ist die beste Vorsorge

Ein kranker Organismus produziert vermehrt anziehende Ausdünstungen, die auf Zecken und andere Parasiten attraktiv wirken. Gerade die über Atem und Schweiß entstandene Buttersäure und das vom Darm über die Haut abgesonderte Ammoniak machen die Zecken in der warmen Zeit heißhungrig.

Meine Erfahrung in der Praxis zeigt, dass Tiere die eine besonders stabile Verdauung und gute Abwehr besitzen, kaum unter Parasiten leiden, sowohl äußerlich (Ektoparasiten) als auch innerlich (Endoparasiten). Ein Gleichgewicht im Darm, Immunsystem und gesamten Körperstoffwechsel ist die beste Zecken-Prophylaxe.

Sie brauchen Unterstützung oder haben Fragen?

Ich helfe ihnen weiter. Nutzen sie die Möglichkeit eines ersten kostenfreien Telefongesprächs. Wir analysieren gemeinsam die Lage, durchforsten die Umstände und machen uns auf die Suche nach möglichen Faktoren. Anschließend gebe ich ihnen direkte Hilfestellung. Gern begleite ich sie und ihr Tier, sei es an einem Termin bei ihnen Zuhause bzw. im Stall oder im Rahmen weiterer Beratungen am Telefon oder per E-Mail.