Weihnachtsbäume – ungesunder Knabberspaß

Weihnachtsbäume - ungesunder Knabberspaß
Foto: Annie Spratt on Unsplash

Die Feiertage sind vorüber, die Weihnachtsbäume müssen raus und werden jetzt in Massen entsorgt. Gut, wenn sie ohne Umwege kompostiert werden, schlecht wenn sie im Pferd landen.

ungesunder Knabberspaß

Eine unkontrollierte Aufnahme kann gesundheitsschädlich sein. Nadelgehölze sind gegen ihre tierischen Fressfeinde mit viel ätherischen Ölen, Gerbstoffen und Harzen (Phytamine) ausgestattet. Weiter besitzen sie etliche nieren- und leberschädigende Alkaloide und Terpentin. Problematisch sind außerdem die giftige Thuja und Eibe, die gern bei Weihnachtsgestecken verwendet werden.

Zu allem Übel werden die meisten von ihnen noch stark mit Chemie (Herbiziden, Pestiziden, Insektiziden) behandelt, bevor sie in unsere Wohnzimmer gelangen. 

Eine völlig unnötige Belastung für den pferdischen Verdauungs- und Entgiftungsstoffwechsel von Leber, Niere und Darm.

Risikogruppe

Leidet ihr Pferd an Hufrehe, Ekzem, Allergien, Cushing, EMS, Kolik oder anderen Krankheiten, kann die Aufnahme von Nadelgehölzen der Krankheit Vorschub leisten. Ist ihre Stute trächtig, besteht die Gefahr des Aborts.

Finger weg von der Fütterung!

Auch wenn ein kleiner Weihnachtsbaum für ihr gesundes Pferd noch nicht lebenskritisch ist, müssen die aufgenommenen Stoffe wieder abgebaut und hinausbefördert werden. Ist der Organismus bereits vorbelastet, kann er das System zum „Überkippen“ bringen.

Deshalb sicherheitshalber, Finger weg von der Fütterung!
Wenn sie ihr Pferd gesund und nachhaltig ernähren möchten, streichen sie alles Nadelige vom Futterplan.