Thymian – das starke Hustenkraut

Thymian - das starke Hustenkraut
Foto: Albert Melu on Unsplash

Thymian (Thymus vulgaris) mag es gern trocken und sonnig, dann entwickelt er besonders viel ätherisches Öl mit Thymol (bis zu 50 %). Weiter sind Gerbstoffe, Saponine, Bitterstoffe und Flavonoide enthalten.

Wir kennen den duftenden und stark aromatischen Thymian vor allem als geschmackliches Küchengewürz. Fette Speisen werden mit ihm leichter verdaut. Aber auch bei Tieren können seine zahlreichen Inhaltsstoffe für viele innerliche und äußerliche Probleme nutzen.

Gerade in der nasskalten Jahreszeit leiden viele Pferde oder Hunde an bakteriellen und viralen Erkrankungen der Atemwege. Thymian ist die Heilpflanze, die auch ihrem Tier helfen kann.

Thymian in der Tierheilkunde

Durch sein wertvolles Thymol hat er eine krampflösende und desinfizierende Wirkung bei Reiz- und Keuchhusten, asthmatischen Anfällen, akuter und chronischer Bronchitis und anderen Entzündungen der oberen Atemwege. Thymian wirkt entkrampfend, löst festsitzenden Schleim und beschleunigt den Abtransport, indem er die Tätigkeit der Flimmerhärchen anregt. Zugleich hat er eine leicht schmerzstillende Wirkung. Bakterien bzw. Pilze werden im Wachstum zurückgedrängt und hindern auch Viren an der Ausbreitung.

Die Gerbstoffe des Thymians unterstützen die entzündungshemmende Wirkung und regulieren die Verdauung. Das Futter wird bekömmlicher, indem Blähungen beseitigt und Gärungs- bzw. Fäulnisprozesse im Darm unterdrückt werden. Ist ihr Pferd oder Hund betroffen, fühlt es sich wohler, wenn es Thymian bekommt. Bei Stuten fördert er den Abgang der Nachgeburt und hilft bei Infektionen der Gebärmutter.

Äußerlich bessert ein frisch hergestellter Thymian-Sud Hautentzündungen, schlecht heilende und eitrigen Wunden. Auch kann er bei Strahlfäule und Hautpilzbefall angewendet werden.

Sie möchten Thymian füttern?

Im Sommer ist er als frisches Kraut im Garten zu ernten, sie können ihn aber auch getrocknet kaufen. Aufgebrüht als Tee wird er gern mit anderen Heilkräutern wie Salbei, Süßholz oder Anis getrunken.

Thymian sollte nur wenige Wochen gegeben werden. Überdosierungen und langzeitliche Gaben sind zu vermeiden, da Thymian in größeren Mengen und auf Dauer toxisch wirkt. Auch kann er zu Reizungen im Darm führen. Bitte nicht an trächtige oder junge Tiere verfüttern. Gleiches gilt für Tiere mit Nierenentzündungen, Leber- und Herzerkrankungen. Bei Katzen ist Vorsicht geboten.

Auch Tiere können auf Heilpflanzen allergisch reagieren. Was der eine ohne Probleme verträgt, kann beim Anderen unerwünschte Reaktionen auslösen. Lassen Sie sich vor jeder Fütterung fachkundig beraten. Die Phytotherapie gehört in die Hände eines erfahrenen Therapeuten. Liegen Organschädigungen bzw. -krankheiten vor, ist nur der Therapeut in der Lage mögliche organische Mehrbelastungen abzuschätzen und diesen entgegen zu wirken. Gern berate ich sie in einem persönlichen Gespräch.

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