Teufelskralle – Hilfe bei entzündlichen Schmerzen

Teufelskralle - Hilfe bei entzündlichen Schmerzen
Foto: Hans Braxmeier auf Pixabay

Sie mag es gern trocken und warm. Ideale Bedingungen findet sie im südlichen und südwestlichen Afrika. Dort lebende Eingeborene verwenden sie seit langer Zeit und wissen ihre besondere Heilwirkung zu schätzen.

Die Teufelskralle (Harpagophytum procumbens) verdankt ihren besonderen Namen den verholzenden Früchten mit den armartigen Auswüchsen und ankerartigen Haken. An diesen Haken bleiben vorbeiziehende Tiere hängen und stellen so die Verbreitung der Pflanze sicher.

Indikationen auf einen Blick

Ihr volles Wirkspektrum zeigt die Teufelskralle bei Schmerzen und Entzündungen. Untersuchungen haben ergeben, dass die Wirkung vergleichbar ist mit dem des Cortisons oder Phenylbutazon. Damit ist sie eine gute Alternative bzw. Ergänzung zur schulmedizinischen Behandlung. Gerade bei Erkrankungen des Bewegungsapparates, insbesondere der Gelenke, ist die Teufelskralle das Mittel der Wahl. Die Tiere sind weniger steif und bekommen ihre Bewegungsfreude zurück.

Doch die Teufelskralle kann noch mehr. Sie regt den Stoffwechsel an und ist hartreibend. Zudem fördert sie die Verdauung, ist appetitanregend und stabilisiert die Darmflora. Die Bitterstoffe haben eine beruhigende Wirkung auf den Magen, aktivieren die Produktion von Gallensaft und unterstützen die Leber- bzw. Nierenfunktion. Gerade Tiersenioren profitieren von ihrem Wirkungsspektrum. Denn im Alter lassen Verdauung, Appetit, Beweglichkeit und Stoffwechselvorgänge nach. Teufelskralle hält die Funktionen in Schwung.

Helfen kann sie bei

– Arthritis, Arthrose, Spondylose
Hufrehe, Hufgeschwür, Huflederhautentzündung
– Hufrollenentzündung
– Knochenhautentzündung
Muskelschmerz
– Bänder- und Sehnenerkrankungen
– Schale, Spat
– Schmerzen
– Appetitlosigkeit
– Altersbeschwerden allgemein

Fütterung – die Qualität ist entscheidend

Die Qualität ist entscheidend, nur dann kann die Teufelskralle ihre volle Wirkung entfalten. Zur Fütterung ist lediglich die afrikanische Teufelskralle geeignet. Die heimische Gattung enthält verschiedene Giftstoffe und ist deshalb nicht zu verfüttern.

Teufelskralle ist nicht scharf, schmeckt aber bitter. Deshalb am besten langsam die Fütterungsmenge steigern. Wird sie anfänglich nicht gerne gefressen, empfiehlt es sich mit einem leckeren, den Geschmack überdeckenden Futter zu tricksen. Eine Wirkung zeigt sich meist erst einige Wochen.

Die Teufelskralle gilt allgemein als gut verträglich und kann auch über einen längeren Zeitraum gefüttert werden. Doch es gibt ein paar Einschränkungen, die zu beachten sind.

Schmerzen als Schutzfunktion

Da es sich um eine schmerzstillende Heilpflanze handelt, kann sie Lahmheiten überdecken und es besteht die Gefahr einer Überanstrengung.

Schmerz ist ein Symptom und übernimmt eine wichtige Schutzfunktion, indem er den Körper vor schädlichen oder gefährlichen Einflüssen bewahrt. Unterdrückt oder nimmt man den Schmerz, so geht diese wichtige Warnfunktion verloren und der Organismus wird eventuell überlastet. Andererseits kann es entscheidend sein den Schmerzkreislauf zu unterbrechen, damit der Körper wieder seine normale Funktion wahrnehmen kann.

Grundsätzlich gilt, dass sie als Tierbesitzer zusammen mit ihrem Therapeuten individuell abwägen, ob und wie weit sie ihrem Tier den Schmerz nehmen.

Wichtig zu wissen

Wegen der erhöhten Magensäureproduktion sollte bei magen- und darmempfindlichen Tieren eine Fütterung abgewogen werden. Tragenden Stuten darf sie nicht gefüttert werden, es droht die Gefahr einer Fehlgeburt (Abort).

Teufelskralle ist dopingrelevant und gehört somit zu den verbotenen Substanzen. Turnierreiter sollten die Fütterung rechtzeitig vor dem Turnier absetzt haben. Es versteht sich von selbst, dass Pferde mit schmerzhaften Erkrankungen auf keinem Wettkampf vorstellt werden.

Eine unkontrollierte Gabe von Heilkräutern kann unerwünschte Nebenwirkungen für ihr Tier haben. Deshalb gehört die Phytotherapie in die Hände eines erfahrenen Therapeuten. Liegen Organschädigungen bzw. -krankheiten vor, ist nur er in der Lage mögliche organische Mehrbelastungen abzuschätzen und diesen entgegen zu wirken.

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