Teufelskralle – Hilfe bei entzündlichen Schmerzen

Teufelskralle - Hilfe bei entzündlichen Schmerzen

Teufelskralle (Harpagophytum procumbens) verdankt ihren besonderen Namen den verholzenden Früchten mit den armartigen Auswüchsen und ankerartigen Haken. An diesen Haken bleiben vorbeiziehende Tiere hängen und stellen so die Verbreitung der Pflanze sicher.

Sie mag es gern trocken und warm. Ideale Bedingungen findet sie im südlichen und südwestlichen Afrika. Dort lebende Eingeborene verwenden sie seit langer Zeit und wissen ihre besondere Heilwirkung zu schätzen.

das Besondere

Die Teufelskrallenwurzel enthält hauptsächlich Glykoside und Saccharide. Ihr volles Wirkspektrum zeigt die Teufelskralle bei Schmerzen und Entzündungen. Untersuchungen haben ergeben, dass die Wirkung vergleichbar ist mit dem des Kortisons oder des Phenylbutazon (Entzündungshemmer). Sie ist ein gute Alternative zur schulmedizinischen Behandlung.

Indikationen auf einen Blick

Gerade bei Pferden und Hunden mit Erkrankungen des Bewegungsapparates, insbesondere der Gelenke, ist die Teufelskralle das Mittel der Wahl. Helfen kann sie bei

– Arthritis, Arthrose, Spondylose
Hufrehe, Hufgeschwür, Huflederhautentzündung
– Hufrollenentzündung
– Knochenhautentzündung
Muskelschmerz
– Bänder- und Sehnenerkrankungen
– Schale, Spat
– Appetitlosigkeit
– Altersbeschwerden allgemein

Fütterung & Wirkung

Teufelskralle ist nicht scharf, schmeckt aber bitter. Deshalb am besten langsam die Fütterungsmenge steigern. Wird sie anfänglich nicht gerne gefressen, empfiehlt es sich mit einem leckeren, den Geschmack überdeckenden Futter zu tricksen.

Eine Wirkung zeigt sich meist erst einige Wochen nach Fütterungsbeginn. Die Tiere sind weniger steif und bekommen ihre Bewegungsfreude zurück. Doch die Teufelskralle kann noch mehr. Sie regt den Stoffwechsel der Leber und Niere an, ist hartreibend und appetitanregend. Zudem fördert sie die Verdauung, ist appetitanregend und stabilisiert die Darmflora. Zusätzlich haben die Bitterstoffe eine beruhigende Wirkung auf den Magen, aktivieren die Produktion von Gallensaft und unterstützen die Leberfunktion.

Gerade Tiersenioren profitieren von ihrem Wirkungsspektrum. Im Alter lassen Verdauung, Appetit, Beweglichkeit und Stoffwechselvorgänge nach. Teufelskralle hält die Funktionen in Schwung.

Qualität ist entscheidend,

nur dann kann die Teufelskralle ihre volle Wirkung entfalten. Zur Fütterung ist lediglich die afrikanische Teufelskralle geeignet. Die heimische Gattung enthält verschiedene Giftstoffe und ist deshalb nicht zu verfüttern.

wichtig zu wissen

Die Teufelskralle gilt allgemein als gut verträglich und kann auch über einen längeren Zeitraum gefüttert werden. Doch es gibt ein paar Einschränkungen, die zu beachten sind.

Da es sich um ein schmerzstillendes Mittel handelt, kann es Lahmheiten überdecken und es besteht die Gefahr einer Überanstrengung. Auch bei magen- und darmempfindliche Tieren sollte wegen der erhöhten Magensäuresekretion von einer Fütterung abgesehen werden. Tragenden Stuten darf Teufelskralle nicht gefüttert werden, es droht die Gefahr eines Aborts (Fehlgeburt).

Teufelskralle ist dopingrelevant und gehört somit zu den verbotenen Substanzen. Turnierreiter sollten die Fütterung rechtzeitig vor dem Turnier absetzt haben. Es versteht sich von selbst, dass Pferde mit schmerzhaften Erkrankungen auf keinem Wettkampf vorstellt werden.

Bitte beachten sie, eine unkontrollierte Gabe von Heilkräutern kann unerwünschte Nebenwirkungen für ihr Tier haben. Die Phytotherapie gehört in die Hände eines erfahrenen Therapeuten. Liegen Organschädigungen bzw. -krankheiten vor, ist nur der Therapeut in der Lage mögliche organische Mehrbelastungen abzuschätzen und diesen entgegen zu wirken. Gern berate ich sie in einem persönlichen Gespräch: Kontakt.

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