Jakobskreuzkraut – das gelbe Gift

Jakobskreuzkraut - das gelbe Gift

Momentan blüht es so schön Gelb auf den Wiesen und am Wegesrand. Man sieht schon von Weitem die gelben Blütenteppiche. Nicht immer ist gelbes Kraut eine Gefahr, wie der ungefährliche Wiesen-Pippau. Er ist jetzt in Unmengen zu sehen und wird immer wieder mit dem giftigen Jakobskreuzkraut (JKK) verwechselt.

JKK hat es in sich, alle Pflanzenteile enthalten leberschädigende und giftige Pyrrolizidinalkaloide. Über die Nahrungskette gelangen sie auf einfachstem Weg in den Organismus von Mensch & Tier.

Deshalb gilt, Finger weg von der Pflanze und halten sie keine Tiere auf kontaminierten Flächen. Gerade Pferde reagieren sensibel auf das gelbe Gift und können versterben. Nach Aufnahme der Pflanze folgt eine rasche Schädigung der Leber und des zentralen Nervensystems.

Achten sie bei ihrem Pferd auf Symptome, wie z. B.

  • Kolik, Verstopfung, blutiger Durchfall
  • Orientierungslosigkeit
  • Koordinationsstörungen
  • Lichtempfindlichkeit
  • gelbe Schleimhäute
  • Einschränkung des Sehvermögens

Oft reicht schon Hautkontakt aus, deshalb größte Vorsicht, auch bei der Bekämpfung!

Ausgraben samt Wurzel oder ein mehrmaliger Schnitt kann das Wachstum eindämmen. Alternativ gibt es auch noch biologische oder chemische Mittel, mit denen JKK beseitigt werden kann.

Infos und kompetente Hilfe gab es bislang beim Arbeitskreis Kreuzkraut e.V., er hat seine ehrenamtliche Arbeit leider eingestellt.

Doch es gibt weiter Hilfe bei der Pflanzenbestimmung in Form von Apps und Internetseiten. Oder fragen ganz einfach direkt bei der ansässigen Gärtnerei nach, ob sie ihnen bei der Identifizierung helfen können.