Tulpe
Sie ist wunderschön, aber leider auch gefährlich. Die Tulpe ist für Hunde und Katzen in allen Pflanzenteilen giftig. Bereits das Knabbern kann die Schleimhäute reizen und im schlimmsten Fall zu Atemproblemen führen. Besonders die Zwiebel führt zu starkem Erbrechen, Durchfall und heftigen Magenkrämpfen.
Tulpen haben daher in einem Hunde- und Katzengarten besser nichts verloren. Das gilt übrigens auch für andere beliebte Frühlingsblüher wie Narzisse, Hyazinthe und Primel.Maiglöckchen
Das Maiglöckchen verzaubert mit seinen schneeweißen, duftenden Blüten und wirkt dabei zunächst ganz harmlos und unscheinbar. Tatsächlich enthält es sogar Wirkstoffe, die in der Medizin, zum Beispiel bei Herzmedikamenten genutzt werden.
Doch das Maiglöckchen gehört zu den giftigsten Gartenpflanzen für Hund und Katze. Der giftigste Teil steckt in seinen Blüten und Früchten. Deshalb gehört es in keinen Garten oder eine Blumenvase.
Flieder
Herrlich, wenn im Garten endlich der Fliederduft in die Nase steigt. Ab April besticht er mit schönen Blüten und seinem herrlichem Duft. Wild wächst er auch gern an Wegesrändern oder auf verwilderten Grundstücken.Sein Duft wird sogar in Kerzen, Parfüm und Ölen verwendet. Umso verständlicher, dass er auch für Hunde und Katzen interessant sein kann und sie gelegentlich daran knabbern möchten.
Doch Vorsicht: die Inhaltsstoffe können Beschwerden wie Übelkeit, allergische Reaktionen oder Atemprobleme auslösen.Kirschlorbeer
Der Kirschlorbeer ist wegen seiner immergrünen Blätter sehr beliebt und in vielen Gärten und Parks zu finden. Häufig wird er als dichte Heckenpflanze zur Grundstücksbegrenzung eingesetzt.
Blätter und Samen enthalten jedoch Stoffe, die im Körper Blausäure freisetzen und sowohl für Tiere als auch für Menschen giftig sind. Je nach aufgenommener Menge kann es zu verschiedenen Vergiftungserscheinungen kommen, im schlimmsten Fall sogar bis hin zu Atemstillstand.Thuja
Die Thuja, auch Lebensbaum genannt, ist eine robuste Pflanze und wird häufig als Sicht- und Windschutz in Gärten, auf Friedhöfen und in Parks eingesetzt.
Für Hunde, Katzen und Pferde ist sie jedoch hochgiftig. Besonders in den Blattspitzen befinden sich ätherische Öle, die unter anderem Hautreizungen, starke Magen-Darm-Beschwerden wie Koliken und Durchfall sowie Entzündungen im Darm und Leberprobleme auslösen können. Zudem können die Inhaltsstoffe auch das Nervensystem beeinflussen und damit das Verhalten verändern.Oleander
Der immergrüne Oleander blüht von Juni bis September in den schönsten Farben. Da er ursprünglich aus dem Mittelmeerraum stammt, wird er in unseren Breiten meist im Kübel oder Blumentopf kultiviert, da er kälteempfindlich ist.
Der beliebte Zierstrauch gehört zur Familie der Hundsgiftgewächse und macht seinem Namen leider alle Ehre. Besonders für Hunde ist er hochgiftig. Gefährlich sind vor allem herabgefallene Blüten und Blätter, die schnell aufgenommen werden können. Bereits kleine Mengen können Symptome wie Erbrechen, Übelkeit und Herzrhythmusstörungen auslösen.Eibe
Die immergrüne Eibe wächst sowohl wild als auch angepflanzt als Hecken- oder Zierpflanze in Gärten, Parks und an Wegrändern. In der Zeit von März bis April zeigen sich gelbe Blüten, die danach leuchtend rote Beeren ausbilden.
Für Hunde, Katzen und insbesondere Pferde ist die Eibe hochgiftig. Bereits wenige Triebspitzen, Nadeln oder Rindenstücke können schwere Vergiftungen auslösen. Dabei bleiben alle Pflanzenteile gefährlich, auch in getrocknet in Heu, Heulage oder Silage.
Typische Symptome sind Taumeln, Krämpfe, Atemprobleme oder Kolik. Erste lebensbedrohliche Anzeichen können bereits wenige Minuten nach der Aufnahme auftreten, weshalb schnelles Handeln entscheidend ist.Damit kein Notfall-Gang zum Tierarzt notwendig wird,
ist es wichtig, dass Ihre Tiere keinen Zugang zu giftigen Pflanzen haben. Seien Sie wachsam und behalten Sie sie immer im Auge.
Wenn Sie Ihre Außenbereiche verschönern möchten, setzen Sie am besten auf ungiftige Alternativen. Es gibt viele Pflanzen, die völlig unbedenklich sind und Ihnen eine sorgenfreie Gartensaison ermöglichen. Lassen Sie sich dazu idealerweise von einem fachkundigen Landschaftsgärtner beraten. So finden Sie passende und sichere Pflanzen für Ihren Garten oder Balkon.
Für den Fall der Fälle
Hat Ihr Tier trotz aller Vorsicht etwas Giftiges aufgenommen, schnell einpacken und zum Tierarzt. Zwischenzeitlich kann der Giftnotruf wichtige erste Hinweise geben. Eine Übersicht der Giftnotrufzentralen und Giftinformationszentren in Deutschland, Österreich und der Schweiz gibt es hier.
Es lohnt sich Aktivkohle im Haushalt zu haben. Sie kann helfen, aufgenommene Giftstoffe im Magen-Darm-Trakt zu binden. Dazu lässt sich ein Brei aus Aktivkohle und Wasser herstellen, der vorsichtig mit einer Maulspritze (ohne Nadel) verabreicht werden kann. Als Richtwert gilt etwa 1 g Aktivkohle auf 5 ml Wasser, entsprechend ca. 5 bis 10 ml Aktivkohlebrei pro Kilogramm Körpergewicht.
Wichtig bleibt jedoch: auch nach der eigenen Erstversorgung sollte Ihr Tier immer schnell tierärztlich untersucht werden.


