Mein Tier hat Flöhe, was tun?

Flöhe gehören zu den häufigsten Parasiten bei Hund und Katze. Ein Flohbefall verursacht nicht nur starken Juckreiz, sondern kann auch Hautentzündungen, Allergien und erheblichen Stress auslösen. Entdeckt werden die kleinen Parasiten jedoch erst spät, denn oft sind nicht die Flöhe selbst, sondern ihre Hinterlassenschaften die ersten sichtbaren Hinweise.

Woran erkennt man einen Flohbefall?

Ein Flohbefall kann sich sehr unterschiedlich äußern. Häufige Symptome sind:

  • starker Juckreiz
  • häufiges Kratzen, Knabbern oder Belecken
  • Haarausfall
  • Schuppenbildung
  • gerötete oder entzündete Haut
  • kleine Knötchen, Quaddeln oder Bläschen
  • Unruhe und Nervosität
  • Schlafstörungen durch ständigen Juckreiz

Einige Tiere reagieren zusätzlich allergisch auf den Speichel der Flöhe. Bereits wenige Flohbisse reichen aus, um eine Flohspeichelallergie (Flohbissallergie) auszulösen. Die Beschwerden sind dann oft deutlich stärker als bei einem normalen Flohbefall.

Der Flohtest

Nicht immer sind Flöhe sofort sichtbar. Mit einem einfachen Flohtest können Sie schnell überprüfen, ob Ihr Tier befallen ist.

Kämmen Sie Ihren Hund oder Ihre Katze mit einem Flohkamm gründlich durch. Besonders geeignet sind Kopf, Hals, Rücken sowie der Bereich am Schwanzansatz. Streifen Sie anschließend alles, was sich im Kamm befindet, auf ein angefeuchtetes Küchenpapier. Verfärben sich kleine schwarze Krümel beim Zerdrücken rotbraun, handelt es sich um Flohkot. Die Färbung entsteht durch verdautes Blut und gilt als sicherer Hinweis auf einen Flohbefall.

Weitere Tests

Nicht jede Hauterkrankung wird durch Flöhe verursacht. Juckreiz und Hautprobleme können viele Ursachen haben. Deshalb können ergänzende Untersuchungen sinnvoll sein, wie z. B.

  • Hautgeschabsel
  • Hautabstriche
  • Abklatschpräparate
  • Sekretuntersuchungen
  • Trichogramm (Haaranalyse)

Diese Untersuchungen helfen dabei, andere Parasiten oder Hauterkrankungen auszuschließen.

Ein Floh kommt selten allein

Viele behandeln ausschließlich ihr Tier und wundern sich, warum die Flöhe immer wiederkommen. Der Grund ist einfach:

Nur etwa 5 % der gesamten Flohpopulation leben auf ihrem Wirt. Rund 95 % befinden sich als Eier, Larven und Puppen in der Umgebung. Ein Flohweibchen legt innerhalb eines Monats bis zu 750 Eier. Diese fallen aus dem Fell und verteilen sich im gesamten Haushalt. Besonders häufig befinden sich Floheier und Larven in

  • Teppichen
  • Polstermöbeln
  • Hundebetten
  • Katzenkörbchen
  • Decken
  • Autositzen
  • Fußleisten
  • Ritzen und Fugen

Die Umgebungsreinigung

Eine erfolgreiche Flohbekämpfung ist deshalb nur möglich, wenn gleichzeitig zur Behandlung am Tier auch die Umgebung gründlich gereinigt wird. Das sollten Sie tun:

  • täglich Teppiche, Böden und Polstermöbel gründlich absaugen
  • Liegeplätze regelmäßig reinigen
  • Staubsaugerbeutel sofort entsorgen
  • waschbare Textilien bei mindestens 60 °C waschen
  • nicht waschbare Gegenstände mehrere Tage einfrieren
  • glatte Böden heiß dampfreinigen oder feucht wischen
  • auch Garten, Terrasse und Balkon kontrollieren
  • Laub, Kompost sowie alte Vogel- oder Igelnester entfernen

Mein Tipp:

Ein altes Flohhalsband in den Staubsaugerbeutel legen. Dadurch können eingesaugte Flöhe dort nicht weiterleben. Das Halsband sollte jedoch ausschließlich im Staubsauger verwendet und nicht am Tier getragen werden.

Chemische Flohmittel

Bei starkem Flohbefall kommen häufig Spot-ons, Tabletten oder Flohhalsbänder zum Einsatz. Diese Präparate können wirksam sein, enthalten jedoch häufig Insektizide oder Akarizide, die den Organismus belasten können.

Mögliche Nebenwirkungen sind unter anderem:

  • Hautreizungen
  • Juckreiz
  • allergische Reaktionen
  • Magen-Darm-Beschwerden
  • Belastung von Leber und Nieren
  • neurologische Symptome bei empfindlichen Tieren

Organismus stärken

Aus ganzheitlicher Sicht spielt nicht nur der Floh selbst eine Rolle. Ein stabiles Immunsystem, eine gesunde Darmflora und ein gut funktionierender Stoffwechsel können dazu beitragen, dass Parasiten schlechtere Lebensbedingungen vorfinden. Es lohnt sich, neben der äußeren Behandlung auch den Organismus zu unterstützen.

Eine individuell angepasste Ernährung, die Förderung der Darmgesundheit und weitere naturheilkundliche Maßnahmen können Ihr Tier sinnvoll begleiten und seine Widerstandskraft stärken.

Natürliche Alternativen

Es gibt verschiedene natürliche Möglichkeiten, den Flohdruck zu verringern und Flöhen den Aufenthalt auf dem Tier möglichst unattraktiv zu machen. Dazu gehören natürliche Flohsprays bzw. SpotOns, pflanzliche Pulver, Kräuter und ätherische Öle. Auch natürliche Produkte zur Reinigung der Umgebung können dazu beitragen, die Vermehrung der Flöhe einzudämmen.

Darüber hinaus kann es sinnvoll sein, das Immunsystem gezielt zu unterstützen, denn ein gesunder und widerstandsfähiger Organismus bietet Parasiten häufig schlechtere Lebensbedingungen.

Meine Empfehlungen für die äußerliche Anwendung:

Produkte zur Fütterung:

Produkte für die Umgebung:

Bitte beachten:

Auch natürliche Produkte bieten keinen hundertprozentigen Schutz. In Kombination mit einer gründlichen Reinigung und einer Stabilisierung des Organismus können sie jedoch einen wertvollen Beitrag leisten.

Ätherische Öle sind nicht für alle Tierarten geeignet. Besonders Katzen reagieren auf viele ätherische Öle empfindlich. Deshalb sollten entsprechende Produkte nur mit Bedacht und fachkundiger Beratung eingesetzt werden.

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Fazit

Ein Flohbefall lässt sich meist gut in den Griff bekommen, wenn alle Maßnahmen miteinander kombiniert werden. Denn je früher ein Flohbefall erkannt wird, desto leichter lässt sich eine starke Ausbreitung verhindern.

Sie brauchen Hilfe?

Gerne unterstütze ich Sie dabei, Flöhe bei Ihrem Hund oder Ihrer Katze möglichst schonend und ganzheitlich zu behandeln. Rufen Sie an, schreiben Sie oder buchen Sie gleich Ihren Telefon-Wunschtermin im Online-Terminkalender.

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