Thymian

Thymian

Gerade in der nasskalten Jahreszeit leiden viele Pferde oder Hunde an bakteriellen und viralen Erkrankungen der Atemwege. Thymian ist die Heilpflanze, die auch ihrem Tier helfen kann.

Sie kennen den duftenden und stark aromatischen Thymian (Thymus vulgaris) vor allem als geschmackliches Küchengewürz. Fette Speisen werden mit ihm leichter verdaut. Aber auch bei Tieren können sie seine zahlreichen Inhaltsstoffe für viele innerliche und äußerliche Probleme nutzen.

Thymian mag es gern trocken und sonnig, dann entwickelt er besonders viel ätherisches Öl mit Thymol (bis zu 50 %). Weiter sind Gerbstoffe, Saponine, Bitterstoffe und Flavonoide enthalten.

Wo wird Thymian in der Tierheilkunde angewendet?

Durch sein wertvolles Thymol hat er eine krampflösende und desinfizierende Wirkung bei Husten, akuter und chronischer Bronchitis, bei asthmatischen Anfällen und anderen Entzündungen der oberen Atemwege. Thymian löst festsitzenden Schleim und beschleunigt den Abtransport, indem er die Tätigkeit der Flimmerhärchen anregt. Zugleich hat er eine leicht schmerzstillende Wirkung. Bakterien und Viren werden im Wachstum zurückgedrängt.

Thymian belebt und unterstützt die Verdauung, beseitigt Blähungen und unterdrückt Gärungsprozesse im Darm. Ist ihr Pferd oder Hund betroffen, fühlt es sich wohler, wenn es Thymian bekommt.

Bei Stuten fördert er den Abgang der Nachgeburt und hilft bei Infektionen der Gebärmutter.

Äußerlich bessert ein frisch hergestellter Thymian-Sud schlecht heilende und eitrigen Wunden. Auch kann er bei Strahlfäule und Hautpilzbefall angewendet werden.

Wie wird Thymian verfüttert?

Sie können ihn im Sommer als frisches Kraut im Garten ernten oder in getrockneter Form im Shop kaufen. Aufgebrüht als Tee wird er gern mit anderen Kräutern wie Salbei, Süßholz oder Anis getrunken. Thymian sollte nur wenige Wochen gegeben werden.

Wann darf Thymian nicht geben werden?

Bitte nicht an trächtige oder junge Tiere verfüttern. Auch nicht bei Nierenentzündungen, Leber- und Herzerkrankungen.

Überdosierungen und langzeitliche Gaben sind zu vermeiden, da Thymian in größeren Mengen und auf Dauer toxisch wirkt. Auch kann er zu Reizungen im Darm führen. Bei Katzen ist Vorsicht geboten.

Habt sie Fragen zur Anwendung?

Gern bin ich ihnen behilflich.