Husten bei Pferden

Husten bei Pferden

Wann tritt Husten bei Pferden auf?

Wenn ihr Pferd hustet, kann dies ein Hinweis auf ganz unterschiedliche Erkrankungen der Atemwege sein. Dabei ist Husten an sich keine Krankheit, sondern ein Symptom. Er ist ein notwendiger und auch lebenswichtiger Reflex, der die Lunge vor dem Eindringen von Fremdkörpern schützt.

Oft sind die oberen und unteren Atemwege betroffen. In Frage kommen hier Reizungen der Nüstern oder des Kehlkopfes. Auch eine Erkrankung der Luftröhre, der Bronchien oder der Lunge kann eine Rolle spielen. Pferde mit Allergien oder einer Herzerkrankung leiden oft unter Hustenanfällen.

Typische Begleiterscheinungen neben Husten sind Atemnot, Kurzatmigkeit, Fieber, Nasenausfluss und geschwollene Lymphknoten. Das Pferd wirkt matt oder hat keinen Appetit. Trifft dies auch für ihr Pferd zu? Dann stellen sie es schnellstmöglich einem Tierarzt oder Tierheilpraktiker vor.

Das können sie für ihr Pferd tun:

frische Luft

Pferde benötigen für ihre Lungenfunktion eine permanente Zufuhr von frischer Luft. Sorge täglich für mehrstündigen Auslauf, auch bei Minusgraden. Weg von Staub im Stall bzw. in der Box. Beim Kehren oder Misten sollte ihr Pferd nicht im Stall stehen und das Putzen verlegen sie am besten nach draußen.

regelmäßige Bewegung

Auch im Winter sollte ihr Pferd neben täglichem mehrstündigen Auslauf regelmäßig bewegt werden. Leichtes, lösendes Training draußen im Gelände oder auf einen nicht staubigen Platz regt die Stoffwechselprozesse an und fördert ein Abhusten des Schleims.

Wenn bei ihrem Pferd eine akute Erkrankung vorliegt, geben sie ihm ausreichend Ruhe und Zeit um sich auszukurieren. Es darf nicht zu früh belastet werden. Dabei sollten sie alle Maßnahmen mit ihrem Tierarzt oder Tierheilpraktiker abstimmen.

optimale und staubarme Fütterung

Hinterfragen sie sich selbst: ist das Heu und Stroh qualitativ einwandfrei? Füttern sie Kraft- und Mineralfutter ausgewogen und an die Bedürfnisse ihres Pferdes angepasst?

gute Heuqualität

Die Qualität ihres Heus können sie schnell und einfach selbst prüfen (Sinnesprüfung). Nehmen sie eine Handvoll Heu in die Hand und reiben sie es zwischen den Handflächen. Hat es einen guten Griff ohne zu stechen, riecht es aromatisch und staubt nicht? Hochwertiges Heu fällt locker und ohne Staub auseinander, hat je nach Schnittpunkt eine kräftige grünliche oder etwas ausgeblichene Farbe und duftet.

Mit zunehmender Lagerung, kann die Staubbelastung von gutem Heu trotzdem zunehmen. Hier können sie das Heu bedampfen oder nässen.

mit Naturheilkunde unterstützen

Ist ihr Pferd erkrankt, kann ein erfahrener Tierheilpraktiker die Heilung mit naturheilkundlichen Behandlungen unterstützen. Die Akupunktur und Homöopathie zeigen gute Erfolge bei akuten und chronischen Atemwegserkrankungen.

Aber auch die Phytotherapie (Kräuter) kann helfen. Typische Atemwegskräuter sind der Spitzwegerich, Thymian, Süßholzwurzel, Kümmel, Fenchel, Anis und Isländisch Moos. Aber auch die Meerrettichwurzel kann akute Atemwegserkrankungen wirkungsvoll unterstützen.

Bewährt hat sich ein altbekanntes Hausmittel, der „heiße Wickel“. Für den Wickel nehmen sie ein Leinentuch mit heißem Wasser, wringen es aus, legen es nach ein paar Minuten Abkühlen noch warm über die Sattellage (Lunge) und fixieren darüber eine Woll- oder Stalldecke. Die wohltuende Wärme entspannt ihr Pferd und entkrampfen die Muskeln im Bauch- und Brustraum.

stärken der Immunabwehr

Zur Stärkung der Abwehrkräfte empfehle ich das Zufüttern von effektiven Mikroorganismen in flüssiger Form oder Bokashi. Gleichfalls können sie ihr Pferd mit GladiatorPLUS unterstützen.